Fachberatung - Kleingartenanlage Werftblick

Kleingartenanlage Werftblick
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Themen

Der Fachberater informiert




Weihnachtsstern – beim Kauf nach den Blüten schauen
Bei uns sind sie fester Bestandteil der winterlichen Weihnachtsdekoration, dabei kommen die Weihnachtssterne (botanisch: Euphorbia pulcherrima)  aus dem tropisch warmen Mexiko. Aber mit ihrem rot-grünen Farbmix  passen sie einfach bestens in die Adventszeit. Rot sind übrigens nicht  etwa die Blüten, sondern sogenannte Hochblätter. Die tatsächlichen  Blüten sind winzig und liegen inmitten der roten Blätter. Ein Blick nach  ihnen lohnt aber beim Kauf: Sind sie noch knospig, leuchten die  Weihnachtssterne noch lange schön rot.
 
Wer lange Freude an seinem Weihnachtsstern haben möchte, sollte ein  paar Regeln beachten. Der Exot mag es warm bei Zimmertemperatur, er  sollte aber nicht auf dem Heizkörper stehen. Auch bei Zugluft wirft er  schnell die Blätter ab. Dafür liebt es die Tropenpflanze feucht: sie  sollte hin und wieder besprüht werden.
Auch die Erde sollte nie ganz austrocknen.
Übrigens: Wer den Weihnachtsstern nach der Blüte zurückschneidet, kann ihn zu einer stattlichen exotischen Grünpflanze heranwachsen lassen.

Obstbäume schneiden - Teil 1 & 2: Grundlagen
Die fünf Filme der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigen anschaulich, wie man einen Obstbaum richtig schneidet. Im ersten Teil werden die Grundlagen des Schnittes und die nötigen Werkzeuge erklärt.
Der zweite Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie man einen Baum richtig pflanzt und den Pflanzschnitt ausführt.
Der dritte Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie man einen jungen Baum schneidet, damit er eine stabile Krone aufbaut.
Der vierte Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie man einen alten Baum schneidet, damit er vital bleibt.
Der fünfte Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie und warum man Obstbäume auch im Sommer schneidet.
Obstbäume schneiden - Teil 3 & 4: Grundlagen
Obstbäume schneiden - Teil 5: Grundlagen

Bewässern im Kübel
Wer eine Bewässerungshilfe für seine Balkonpflanze benötigt, kann zu einer Plastikflasche  greifen. In den Deckel der leeren Flasche ein oder zwei kleine Löcher  piksen oder bohren und die Flasche mit Wasser befüllen. Den Deckel  aufschrauben und kopfüber in die Erde des Blumenkübels stecken. Das  Wasser tropft langsam aus dem Deckel heraus und versorgt die Hortensie  für einige Zeit. Zur Sicherheit sollte man vorher ausprobieren, ob  ausreichend Wasser entweicht oder ob ein weiteres Loch im Deckel  notwendig ist.

Beste Pflanzzeit für Hortensien ist der Spätsommer

Ein tiefgründiger, lockerer und humoser Gartenboden  ist ideal, der Standort sollte windgeschützt sein. Vor dem Pflanzen  Hortensien für etwa zehn Minuten in einen mit Wasser gefüllten Eimer  stellen, damit sich der Wurzelballen vollsaugen kann. Die beste  Pflanzzeit ist der Spätsommer. In dieser Phase haben die Pflanzen noch  viele Wochen Zeit, um Wurzeln zu bilden. Außerdem lassen sich beim Kauf  Formen und Farben der Blüten am besten beurteilen. Hortensien lassen  sich zudem im Sommer ganz einfach mit Stecklingen vermehren.





Saurer Boden und Alaun für Blaufärbung benötigt
Wichtig für blaue Blüten ist ein saurer Boden (pH-Wert 4,0 bis 4,5), wie er beispielsweise für Rhododendren wichtig ist. Zum Einpflanzen ist deshalb in den meisten Gärten Spezialerde  für Rhododendren empfehlenswert. Für die Blaufärbung wird außerdem  Alaun (Aluminiumsalz) benötigt, das es beispielsweise im Gartenhandel  als kombiniertes Düngepräparat gibt. In der sauren Umgebung kann die  Pflanze das Alaun aufnehmen und die Farbstoffe in den Blüten einlagern.  Um den sauren Boden zu erhalten, insbesondere bei einer Pflanzung in  Kübeln darauf achten, nur Regenwasser beziehungsweise sehr weiches  Wasser zu verwenden.

Dünger gibt Kraft
Im Fachhandel ist spezieller Hortensien-Dünger erhältlich, geeignet ist aber auch Azaleen- oder Rhododendron-Dünger. Die Düngerzugabe sollte zwischen Mai und Juli erfolgen. Der Dünger ist stickstoffbetont und enthält wenig Phosphor.
Hortensien überwintern
Hortensien sind prinzipiell winterhart. Zur Sicherheit sollte man sie mit einem leichten Winterschutz aus Reisig vor strengem Frost schützen. Bei Kübelpflanzen sollte das Gefäß mindestens einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern haben. Pflanzen in kleineren Töpfen sollten an einem weitestgehend frostfreien, aber kalten Ort bei circa 3 bis 5 Grad überwintern.


Quelle: NDR Ratgeber

Sommerastern: Standortwechsel gegen die Welke

Sie sind ein Klassiker in jedem Sommerblumenstrauß und zeigen jetzt ihre farbenfrohen Blüten: Die Sommerastern (botanisch: Callistemon chinesis) gehörten zu Großmutters Zeiten noch in jedes Blumenbeet. Heute sind sie wegen der Asternwelke weniger verbreitet, dabei lassen sie sich mit ein paar Tricks noch immer gut kultivieren.
Die Asternwelke ist eine Pilzkrankheit, die häufig im Boden vorkommt. Gegen den Befall hilft nur häufiges Umziehen: Die bunten Blumen sollten jedes Jahr den Standort wech­seln. Erst nach acht Jahren dürfen sie mal wieder an der gleichen Stelle stehen. Zu­sätz­lich­en, aber keinen absoluten Schutz bieten Sorten, die gegen die Welke resistent sind.
Ursprünglich stammt die Sommeraster aus Asien – heute sind zahlreiche Züchtungen in ganz Europa verbreitet. Dementsprechend ist die Farbpalette der Blüten nahezu un­er­schöpf­lich. Einzige Ausnahme: Orangene Sommerastern wird man nicht finden. Für einen optimalen Wuchs ist ein Standort in der prallen Sonne empfehlenswert, am besten in nährstoffreicher und durchlässiger Gartenerde.
Hortensien-Pflege leicht gemacht

Lange galten sie als altmodisch, heute blühen sie wieder in vielen  Gärten: Hortensien (Hydrangea). Am bekanntesten ist die Gartenhortensie,  die unter anderem auch als Bauernhortensie bekannt ist.  Natürlicherweise sind die Blüten violett, rosa oder weiß. Blütezeit ist  je nach Sorte von Juni bis September. Der Standort sollte am besten im  Halbschatten liegen und der Boden nährstoffreich sein.

Besondere Hortensien-Arten im Überblick
Neben dem Klassiker Bauernhortensie gibt es weitere attraktive  Hortensien-Arten, die durch besondere Blattformen oder Blüten auffallen.

  • Rispenhortensie: Sie  blüht etwa von August bis Oktober. Ihre meist weißen Blüten verfärben  sich im Herbst je nach Sorte grün oder rosa. Der Standort kann sonnig  oder halbschattig sein.
  • Waldhortensie: Sie  eignet sich sowohl für sonnige als auch für schattige Plätze, die am  besten windgeschützt sein sollten. Die eher unauffälligen Blüten  erscheinen zwischen Juni und September.
  • Eichenblättrige Hortensie: Sie  hat besonders auffällige Blätter. Sie sind tief geschlitzt und haben  eine schöne Herbstfärbung. Die weißen Blüten zeigen sich im Juli und  August, der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.
  • Samthortensie: Sie hat auffällig samtige, behaarte Blätter. Die violetten Blüten zeigen sich im Juli und August und bieten Insekten Nahrung. Besonders markant ist der weiße Kranz der Scheinblüte. Der Standort sollte möglichst im Halbschatten liegen.
  • Tellerhortensie: Sie  hat ebenfalls Scheinblüten, die mit ihrer Farbe Insekten anlocken.  Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Der Standort kann sonnig bis  halbschattig sein.
  • Kletterhortensie: Sie  ist die einzige ihrer Gattung, die an Wänden, Bäumen oder Spalieren  emporwachsen kann. Auch diese Hortensien-Art ist als Nahrungsquelle bei  Insekten beliebt. Selbst im Winter besticht sie durch ihre besondere  Rindenstrukur- und Farbe. Kletterhortensien wachsen an sonnigen und an  schattigen Standorten. Blütezeit ist von Juni bis Juli.

Hortensien kräftig gießen
Generell gilt: Hortensien lieben Wasser, die Erde muss daher vor  allem bei trockenem und warmem Wetter feucht gehalten werden. Das gilt  auch für Hortensien im Kübel - wobei immer darauf geachtet werden muss,  dass keine Staunässe entsteht. Bei anhaltender großer Hitze sollten sie  morgens und abends gegossen werden, denn die Pflanzen verdunsten über  ihre vielen Blätter jede Menge Wasser.
Gießtrick für Hortensien im Beet
Wenn man ein oder zwei Tage mal nicht gießen kann, lohnt sich der  Kauf eines einfachen Maurerkübels aus Kunststoff, es gibt ihn in  Baumärkten in verschiedenen Größen für wenig Geld. In so einen Kübel  einfach in den Boden ein Loch bohren. Den Kübel mit Wasser befüllen und  neben die Hortensie ins Beet stellen. Das Wasser tropft dann langsam  durch das kleine Loch in den Wurzelbereich der Pflanze und hilft ihr so  über den heißen Tag.



Minikiwi: Mit Sommerschnitt mehr Ernte sichern

Sie sind die exotischen Stars im Herbstgarten: Mini-Kiwis (botanisch: Actinidia arguta)  reifen erst im Oktober. Damit die Ernte richtig groß wird, sollten sie  jetzt zu­rück­ge­schnit­ten werden. Die nur stachelbeergroßen Früchte  wachsen nur an den einjährigen Ruten der Pflanze. Diese sollten im  August auf vier bis acht Blätter nach den letzten Früchten  zurückgeschnitten werden. Der Grund: Die Früchte werden so besser  ernährt, erhalten mehr Licht und reifen dadurch früher und  gleichmäßiger.
 
Wessen Mini-Kiwis jetzt noch gar keine Fruchtansätze zeigen, könnte  ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bei den Pflanzen vernachlässigt  haben. Der kleine Exot benötigt nämlich neben den tragenden Weibchen  mindestens eine männliche Pflanze für die Befruchtung. Wem eine Pflanze  genügt, kann auf die selbstbefruchtende Sorte ‚Issai‘ zurückgreifen.  Eine ausgewachsene Pflanze dieser Sorte bringt es auf bis zu fünf  Kilogramm Früchte im Herbst.
Die Blume liebt eine sonnige Lage oder lichten Schatten, aber keine pralle Sonne. In humusreichen, feuchten und tiefgründigen Lehmböden ohne Staunässe fühlen sich die Pflanzen besonders wohl.Je nach Sorte blühen die Flammenblumen in den schönsten Rot- und Rosatönen, aber auch in Violett und Weiß bis in den August. Werden verschiedene Sorten mit un­ter­schied­lich­en Blütezeiten kombiniert, lässt sich die Phloxblüte im Garten enorm aus­deh­nen. Seine ganze Wirkung entfaltet der Phlox an lauen Sommerabenden: Dann duftet er besonders würzig und lädt zum Träumen ein.
Zu einem Befall der Tomatenfrüchte kommt es aber nicht. Auch der Fruchtertrag wird durch den Befall der Blätter kaum gemindert. Zu einer Reduzierung des Ertrags kann es allenfalls dann kommen, wenn der Befall bereits sehr früh eintritt und die Entwicklung der Tomatenpflanzen deutlich beeinträchtigt. Eine anhaltend hohe Luftfeuchte im Gewächshaus begünstigt einen Befall mit der Krankheit. Um das Risiko einer Infektion zu mindern, ist es daher ratsam, die Luftfeuchte im Gewächshaus durch ein regelmäßiges Lüften zu senken. Die Bewässerung der Tomatenpflanzen sollte zudem so erfolgen, dass die Luftfeuchte dabei nicht zu stark ansteigt. Durch die Auswahl einer resistenten oder widerstandsfähigen Tomaten-Sorte kann man die Befallsgefahr darüber hinaus mindern.
gez. Andreas Vietmeier

sollte zudem so erfolgen, dass die Luftfeuchte dabei nicht zu stark ansteigt. Durch die Auswahl einer resistenten oder widerstandsfähigen Tomaten-Sorte kann man die Befallsgefahr darüber hinaus mindern .......


Phlox: Ein Liebling aus Großmutters Garten
„Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum“, erklärte einst der berühmte Staudenzüchter Karl Förster. Kein Wunder also, dass sich die Pflanze 2006 als Liebling der der deutschen Gärtner durchsetzen konnte. Jetzt öffnet der Hohen Stau­den­phlox (botanisch: Phlox paniculata) sein bunten Blüten.Vor über 200 Jahren kam der Phlox, der auch Flam­men­blu­me genannt wird, aus Amerika nach Europa. Seitdem ist er aus Großmutters Garten nicht mehr wegzudenken.


Hochbeet bauen
Endlich könnt ihr euer Hochbeet selber bauen. Gartenprofi Peter Rasch verrät, mit welchen einzelnen Schichten ihr das Hochbeet befüllen solltet und wie ihr das Hochbeet bauen könnt.
Samtfleckenkrankheit der Tomate
Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten
Der Direktor der Landwirtschaftskammer NRW als Landesbeauftragter
Nr. 10 vom 03.07.2017

Tomaten im Gewächshaus werden im Sommer bei warmer Witterung gelegentlich von der Samtfleckenkrankheit (Cladosporium fulvum) befallen. Ein Befall mit dieser Pilzkrankheit führt dazu, dass sich an den Blättern gelbliche, unscharf begrenzte Flecken bilden und später dann blattunterseits ein grau-brauner, leicht samtartiger Pilzmyzelbelag entsteht. Bei starkem Befall vergilben die Blätter nachfolgend und sterben zum Teil sogar ab.


An Gartenteich und Sumpfbeet finden sich Nektarfutterpflanzen und Ei­ab­la­ge­plätze zugleich. Und hat der Garten noch unversiegelte Wege und natürliche Wegränder, die mit Thymian, Lavendel und Bartnelke bepflanzt sind, existieren fast schon ideale Bedingungen für Schmet­ter­linge. Solche naturbelassenen Areale sind im Kleingärtnerverein natürlich am besten im Rahmen- oder Gemeinschaftsgrün aufgehoben. Der eigene Garten kann - neben Obst und Gemüse mit Stauden, Kräutern und Einjährigen zum Schmet­ter­lings­pa­ra­dies gestaltet werden. Bunt gemischte Staudenbeete sind ein Anziehungspunkt für viele Nektarsammler. Salbei, Wollziest und auch Beetrosen mit ungefüllten Blüten stehen bei Faltern und anderen nektarsuchenden Insekten hoch im Kurs.
Schmetterlinge haben die längsten Saugrüssel in der Klasse der Insekten. Damit gelangen sie auch an tiefer gelegene Nektarien langer Röhrenblüten oder in Blü­ten­sporne. Lebhaft gefärbte und duftende Blüten locken Tagfalter besonders an. Waagerechte Landeflächen, wie sie die Blüten von Phlox oder Impatiens werden gern besucht. Obwohl nicht heimisch, hat sich die Buddleja als besonderer Schmet­ter­lings­mag­net erwiesen. Sie trägt ihren deutschen Namen – Schmetterlingsstrauch – nicht zu Unrecht. Aber auch Prachtscharte, Schnee-Felbrich, Zierlauch-Arten, Wasserdost, Flockenblume, Margerite, Kugeldistel, Lavendel und Fetthenne ziehen die bunten Flatterer magisch an.


Der Schmetterlingsgarten


Admiral, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs sind gern gesehene Gäste in unseren Gärten. Damit sie sich dort auch einfinden, müssen geeignete Pflan­zen angebaut werden. Mit einem naturnahen Garten werden heimische Schmet­ter­linge am meisten gefördert. Naturnah bedeutet vor allem, möglichst viele heimische Pflanzen anzubauen. Ob Bäume oder Sträucher, Blumen oder Gräser – die hiesige Flora bietet Faltern und vor allem ihren Raupen eine entscheidende Lebensgrundlage.
Benötigt werden viele unterschiedliche Lebensräume mit heimischen Wildpflanzen: Wildgehölz-Hecken und Kleingehölze bringen Vielfalt für strauchnutzende Arten, blü­ten­rei­che Blumenrasen versorgen Tagfalter mit Nektar. Die Blumenwiese oder - in kleiner Version - ein Wildblumenbeet mit ausgesuchten Wildpflanzen locken viele Tagfalter-Arten an.

Nachtaktive Falter sind dagegen auf Blüten fixiert, die durch helle Farben oder intensiven Duft auffallen, etwa Nachtviole, Geißblatt, Nachtkerze, Wunderblume oder Ziertabak. Ein kleiner Tipp für Naturbeobachter: Wer die bunten Gaukler beim Kaf­fee­trin­ken um sich haben möchte, pflanzt Schmetterlingsstauden am besten direkt am Sitzplatz.

Gartenkrokusse auch nach der Blüte stehen lassen
Er ist ein Klassiker unter den Frühblühern: Der Gartenkrokus (botanisch: Crocus-Hybriden) zeigt jetzt seinen weißen oder blau bis lilafarbenen Blüten und läutet damit die wärmere Jahreszeit ein. Und wie der Frühling kommen auch die Krokusse jedes Jahr zuverlässig wieder. Allerdings ist es ratsam, mit dem Mähen der Krokuswiese bis Ende Mai zu warten: Die Knollen der Krokusse müssen Zeit haben, genug Nährstoffe für das nächste Jahr zu speichern. Erst wenn das Laub der kleinen Blumen vergilbt ist, sollten sie gemäht werden. Dann steht einer üppigen Blüte auch im nächsten Jahr nichts im Weg.
Allerdings lässt sich auch kurz vor der Blüte noch etwas nachhelfen. Wer beim Erscheinen der ersten Blattspitzen etwas Volldünger (Staudendünger) gießt oder streut, unterstützt eine üppige Krokus-Blüte. Und nicht nur die: Auch andere Frühblüher freuen sich über ein paar zusätzliche Nährstoffe.




Gibt in einem Jahr alles: die Gartenhyazinthe

Sie mag es laut auf der ganzen Linie: Die Gartenhyazinthe (botanisch: Hyazinthus orientalis) lässt sich mit ihren wuchtigen Blütentürmen, satten Farben und ihrem typischen betörendem, schweren Duft wirklich nicht übersehen. So ein Auftritt kostet jedoch Kraft. Blühen Hyazinthen überhaupt ein zweites Jahr, nimmt die Anzahl der kleinen Einzelblüten drastisch ab. Deshalb werden Hyazinthen üblicherweise nach der Blüte ausgegraben und im Herbst neue Zwiebeln gesetzt. Wer von süßem Blumenduft nicht genug bekommen kann,
sollte die Sorten ‚Delft Blue‘ oder ‚Blue Star‘ wählen. Diese „Blaublüher“ können an warmen Frühlingstagen die ganze Terrasse in eine Duftwolke hüllen. Wem das zu viel ist, greift auf Sorten wie ‚Pink Pearl‘, ‚White Pearl‘ oder ‚Purple Sensation‘ zurück. Sie duften sehr viel dezenter. Alle Hyazinthen kommen besonders gut in Kübeln oder reinen Blumenbeeten zur Geltung. In Staudenrabatten gehen sie schnell unter. Da sie etwas steif wirken, sollten sie am besten in größeren Gruppen gepflanzt werden.





So blühen Gartenstiefmütterchen extra lange

Schon seit über 300 Jahren gehören sie zu den beliebtesten Frühlingsboten: Die Gartenstiefmütterchen (botanisch: Viola x wittrockiana) blühen in fast allen Farben. Das typische schwarze Auge und die „Schnurrhaare“ am Blütengrund wurden lange weggezüchtet. Bei neuen Sorten sind diese hübschen Details wieder öfter zu sehen. Um die Blütenpracht sollten verwelkte Blüten sofort abgeknipst werden. So hält die Farbpracht bis in den Sommer hinein. Das Gartenstiefmütterchen wächst eigentlich überall – im Beet, im Kübel oder im Balkonkasten. Es sollte regelmäßig gegossen werden, denn die Blumen fühlen sich in leicht feuchter Erde am wohlsten. Alle zwei Wochen freuen sie sich über etwas Dünger. Ansonsten sind die farbenfrohen Blümchen recht genügsam. Selbst Frost kann den meisten Sorten nichts anhaben.
Übrigens: Das Wilde Stiefmütterchen, aus dem unsere Gartenverwandte gezüchtet wurde, ist nicht nur schön. Es wird in der Naturmedizin auch heute noch als Heilpflanze bei Hauterkrankungen, Halsentzündungen und Rheuma eingesetzt.








Bunte Bienenfütterung
 
Frühblüher machen Laune – und helfen den Bienen
Krokusse, Osterglocken und Co. sorgen mit ihren bunten Blüten  nicht nur für Frühlingsstimmung. Sie sind auch wichtige Nahrungsquellen  für Bienen nach der Winterzeit. Wer das Pflanzen im Herbst verpasst hat,  kann jetzt noch nachrüsten, erklärt der Bundesverband Deutscher  Gartenfreunde e. V. (BDG).
Frühblüher sind im bienenfreundlichen Garten ein absolutes Muss“,  erklärt Thomas Wagner, Fachberater beim BDG, „Vor allem Honigbienen,  aber auch Hummelköniginnen brauchen nach der kargen Winterzeit einen  ordentlichen Energieschub.“ Die Zwiebeln von Krokussen, Hyazinthen oder  Osterglocken werden eigentlich im Herbst gepflanzt. Allerdings werden  alle Frühblüher auch jetzt als vorgezogene Topfpflanzen angeboten. Wenn  es nicht mehr friert, dürfen sie direkt im Garten ausgepflanzt werden.  In frostigen Nächten kann es sinnvoll sein, sie mit Vlies oder Pappe zu  schützen. Im nächsten Jahr muss dann übrigens nicht neu gepflanzt  werden: Die Zwiebeln treiben von selbst wieder aus. Natürlich eignen  sich die Blumen auch für Töpfe und Kübel auf Balkon oder Terrasse. So  lassen sich die Bienen auch ohne eigenen Garten unterstützen.
 
Gefüllte Blüten haben keinen Nektar
 
Ganz gleich, für welche farbenfrohen Blumen man sich entscheidet:  Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Blüten nicht gefüllt sind.  Denn diese Zuchtformen bilden keine Staubgefäße mit wertvollem Pollen  aus und produzieren kaum Nektar. Sie mögen das Auge erfreuen, Bienen und  andere Insekten finden bei ihnen aber keine Nahrung.
Bienen mögen‘s wild
 
Nicht auf jede bunte Blüte fliegen unsere heimischen Bienen. Bei  Krokussen und Tulpen sollten Wildarten bevorzugt werden. Im Handel  werden sie oft als Botanische Krokusse bzw. Botanische Tulpen angeboten.  Ihre Blüten produzieren in der Regel mehr Nektar und kommen daher bei  den Insekten deutlich besser an als die Blüten von Hybridsorten. Beliebt  sind auch andere heimische Frühblüher wie die Kegelblume, das  Blausternchen, die Sternhyazinthe oder die Traubenhyazinthe.
 
Auch Sträucher bieten Frühjahrsnahrung
 
Neben zahlreichen Blumen blühen auch einige Sträucher und Bäume im  frühen Frühjahr. Dazu gehören etwa die Salweide, die Kornelkirsche und  die Mahonie. Auch sie können im Frühjahr als Containerware gekauft und  direkt ausgepflanzt werden.
Quelle: Text:Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V.



Gartenböden jetzt untersuchen lassen

Damit es im Frühling im Garten wieder richtig grünt und blüht, sollten Hobbygärtner jetzt an die richtige Ernährung ihrer Gartenpflanzen denken – die Düngung. Pflanzen benötigen genau wie Mensch und Tier eine ausgewogene Ernährung, damit sie sich optimal entwickeln können. Ein unausgewogenes, nicht auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmtes Nährstoffangebot führt zu Kümmerwuchs und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Die über den Boden angebotenen Nährstoffe müssen in ihrer Menge und in ihrem Verhältnis zueinander auf die Pflanzen abgestimmt werden.
Das Untersuchungszentrum LUFA NRW der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bietet einen besonderen Bodenuntersuchungs-Service für Haus- und Kleingartenbesitzer an. Dieser Service ermöglicht jedem Gartenbesitzer,
die notwendige Grundlage für einen blühenden und gesunden Garten zu schaffen. Dabei wird der Boden nicht nur auf seine Nährstoffgehalte untersucht, sondern der Hobbygärtner bekommt zudem eine auf die Gartennutzung abgestimmte Düngeempfehlung. Ganz nebenbei leisten die Gärtner damit auch einen Beitrag zum Umweltschutz, da ohne eineBodenuntersuchung mit entsprechender Düngeempfehlung meistens zu viel gedüngt wird.
Eine Standarduntersuchung kostet etwa 22 Euro. Weitere Informationen, wie Hinweise zur Probenahme und das Auftragsformular, erhalten interessierte Hobbygärtner direkt bei der LUFA unter der nachfolgenden Adresse:
LUFA NRW
Auftragsannahme / Beratung
Nevinghoff 40, 48147 Münster
Telefon: 0251 2376-595
Telefax: 0251 2376-702
www.landwirtschaftskammer.de/lufa
Er wird nur 20 Zentimeter hoch, breitet sich mit seinen kriechenden, sich schnell bewurzelnden Zweigen aber schnell aus. Kompakter wächst ‚Cytisus x kewensis’, der Zwerg-Elfenbeinginster. Der breitwüchsige Zwergstrauch mit seinen locker überhängenden Trieben wird 30 bis 50 Zentimeter hoch und bis zu einem Meter breit.
Wie alle Ginster-Arten brauchen auch die Zwergformen volle Sonne. Und auch wenn sie nicht so hoch wachsen, sollte ihnen unbedingt genügend Platz zum Wurzeln gelassen werden. Denn gestresster Ginster, der sich nicht entfalten kann, geht nach einem Rückschnitt schnell ein.
Zwergginster findet im kleinsten Garten Platz

Sandige Gartenböden können für den Ziergarten eine echte Herausforderung sein. Ginster (botanisch: Cytisus spec.)  fühlt sich jedoch genau hier wohl. Und wer für die bekannten großen  Sorten keinen Platz hat, dem sei empfohlen, auf niedrige  Zwerg-Ginster-Arten zurückzugreifen. In der Blühfreudigkeit stehen die  kleinen ihren großen Verwandten in nichts nach.
 Als Bodendecker eignet sich zum Beispiel ‚Cytisus decumbens’,  der gelbe Kriechginster.


5 Tipps gegen Schnecken
Quelle ( mein schöner Garten )



Frühjahrspflege für den Rasen
Quelle ( mein schöner Garten )



Unkrautvernichter richtig anwenden
Quelle ( mein schöner Garten )



Apfelbaum beschneiden
Quelle ( mein schöner Garten )

Vögel  füttern im Winter – aber richtig

Wenn es draußen friert und schneit, wird der Garten zum Treffpunkt für eine Vielzahl von Vögeln auf Futtersuche. Ob Amsel, Fink und Meise auf menschliche Hilfe an­ge­wie­sen sind, bleibt ein ewiger Streitpunkt. Grundsätzlich ist gegen die Win­ter­füt­te­rung nichts einzuwenden. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten.
Die Winterfütterung ist eine der schönsten Möglichkeiten, viele der kleinen Sänger, die sich im Sommer nur hören lassen, in Ruhe zu beobachten und näher kennenzulernen. Richtig betrieben, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden. Beschränkt werden sollte die Fütterung aber auf wirkliche Notzeiten, in denen Dauerfrost und geschlossene Schnee­de­cke den Vögeln das Leben schwer machen. Gleichzeitig sollte bei der Füt­te­rung versucht werden, vorrangig die selteneren und bedürftigeren Arten zu be­rück­sich­ti­gen.
Das kann über die richtige Auswahl des Futters gesteuert werden: Obst – auch nicht mehr ganz frisches – freut Weichfutterfresser wie Amseln und Drosseln. Eine Mischung aus Sonnenblumenkernen, Hanfsamen, Nüssen, Haferflocken und getrockneten Beeren lockt Finken und Kernbeißer, Dompfaffen und Rotkehlchen an. Meisen mögen frei hängende Meisenknödel, die sich aus Haferflocken und geschmolzenem Rindertalg selbst herstellen lassen. Nicht ins Futterhäuschen gehören große Speckschwarten (verkleben das Gefieder) oder gesalzene Küchenabfälle – die können tödlich wirken!
Die besten Winterschutz-Tipps für den Garten
Quelle: https://www.mein-schoener-garten.de/
Der Winter kommt und viele Hobby-Gärtner fragen sich, wie sie ihre  Pflanzen vor der Kälte schützen können. Je nach Pflanzenart und  Winterhärte unterscheiden sich die Frostschutzmaßnahmen. Hier sind die  wichtigsten Tipps für die verschiedenen Pflanzengruppen.
Die meisten Gartenpflanzen sind sehr robust, so dass  wenige Handgriffe zum Winterschutz reichen. Eine Schicht Laub oder Mulch  zwischen den Pflanzen reicht oft völlig aus. Ein aufwändigerer Schutz  empfiehlt sich bei frisch gepflanzten Gewächsen und bei einigen  empfindlichen Arten. Kamelie, Lavendel und Hanfpalme, aber auch die meisten Rosen  und selbst junge Bäume kommen nur mit einem guten Winterschutz  unbeschadet durch die kalte Jahreszeit. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten  Maßnahmen im Überblick. Beetrosen werden mit humusreicher Erde angehäufelt und anschließend mit Tannengrün abgedeckt
MSG/Martin Staffler





Futterhäuschen kann man kaufen oder mit einfachen Mitteln und ein wenig hand­werk­lich­em Geschick selbst herstellen. Es ist darauf zu achten, dass das Dach weit genug vorsteht, um das Futter vor Nässe zu schützen. Im Garten sollte einen wit­te­rungs­ge­schütz­ter Platz für die Fütterungseinrichtung gesucht werden. Die Nähe von Bäumen und Sträuchern sollte vermieden werden, um Katzen das Anschleichen zu erschweren. Die Futterstelle muss regelmäßig von Vogelkot, gesäubert werden, um die Gefahr von Infektion zu verringern.
Übrigens: Auch wer der Winterfütterung als Eingriff in den Naturhaushalt misstraut, muss nicht auf gefiederten Besuch verzichten. Gestalten Sie Ihren Garten einfach vo­gel­freund­lich – mit Beerensträuchern und Wildhecken, wo Piepmätze auch im Winter reichlich Nahrung finden.





Beim Winterschutz für Rosen kommt es vor allem darauf an, dass man die Veredlungsstelle an der Triebbasis der Sträucher durch Anhäufeln mit Erde oder Mulch vor Frosteinwirkung schützt, da dieser Bereich besonders empfindlich ist. Das gilt besonders für Beet-, Edel- und Strauchrosen. Bei Hochstammrosen befindet sich Veredlungsstelle unterhalb der Krone, deshalb wird in der Regel die gesamte Krone mit einer Vlieshaube geschützt. Zusätzlich kann man bei allen Rosen die Triebe mit Tannenreisig schattieren. Ein Gartenvlies schützt die Veredelungsstelle bei Hochstammrosen. MSG/Martin Staffler
Bei der Gartenpflege fallen weitere organische Abfälle an, die umweltfreundlich entsorgt werden können. Rasenschnitt, Laub und zerkleinerte Zweige ergeben Mulch. Eine circa drei bis fünf Zentimeter dicke Mulchschicht verteilt auf die Beete schützt Boden und Pflanzenwurzeln.

Mulch verhindert auch das Nachwachsen von Wildkräutern und bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. Das organische Material bietet außerdem Regenwürmern und Bodenlebewesen reichlich Nahrung, die es so in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe umwandeln.


Bei der Gartenpflege an Tiere denken



Den Garten im Herbst blitzblank aufzuräumen gehört schon lange in die Mottenkiste.
 
Nicht nur naturbegeisterte Neu-Kleingärtner wissen, dass Laubreste,  Reisighaufen, verblühte Blumen und Samen- sowie Fruchtstände  verschiedenen Tieren im Winter Unterschlupf und Futter bieten.
 
Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter:  Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den  Samenständen von Blumen. Heimische Sträucher wie Schneeball und  Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel. Holzartige  Abfälle, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen,  können in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden.  Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Aber auch  Kröten oder Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung.




Winter-Birnen für den kleinen Garten

Ende Oktober scheint die Obstzeit in Deutschland vorbei zu sein – gäbe es da nicht die späten Birnen (botanisch: Pyrus communis),  die bis in den November geerntet und noch länger gelagert werden  können. Für kleine Gärten sind die Leckerbissen aber oft ungeeignet: Zu  viel Platz nehmen die stattlichen Birnenbäume ein. Daher sollte auf die  Neu­züch­tung ‚Obelisk‘ zurückgegriffen werden: Sie wird nur zweieinhalb  Meter hoch und nimmt mit ihrer schlanken Krone nicht viel Platz weg.
 
Der richtige Erntezeitpunkt für die saftigen Früchte zeigt die Schale  an. Sobald deren Farbe von grasgrün zu gelbgrün umschlägt, dürfen sie  gepflückt werden. Natürlich kann man Winterbirnen einfach so naschen,  größere Menge lassen sich aber auch gut als Kompott oder Kuchen  verarbeiten. Und wer noch nicht weiß, was er mit den süßen Früchten  machen soll, lagert sie einfach ein. Perfekt dafür ist ein kühler,  feuchter Kellerraum. Ein Tipp: Die Birnen halten sich in der Lagerung  länger, wenn sie etwas vor der vollen Reife geerntet werden.
Späte Blütenträume: die Winteraster

Langsam werden blühende Blumen im Garten eine Seltenheit, doch eine  läuft jetzt erst zur Hochform auf: Die Winteraster (botanisch: Chrysanthemum indicum) öffnet erst jetzt ihre Blüten und schmückt den Garten bis weit in den November hinein.
 
Dass die Kälte diesen Blumen nichts ausmacht, liegt an ihrer  Herkunft. Denn ursprünglich wachsen Winterastern in den arktischen  Regionen Russlands, in China und Japan. Damit der stolze Gärtner die  Blüte der Wintersastern noch erleben kann, wenn er sich auch im Garten  aufhält, werden heute auch immer mehr frühe Sorten angeboten. An einem  sonnigen Standort blühen diese schon im frühen Herbst. Neben Sonne ist  auch genügend Feuchtigkeit wichtig für die späten Blumen. Mag ein  verregneter Spätsommer für die meisten eher ärgerlich sein, die  Winterastern danken ist mit reichlich Blüten. Wenn die Natur nicht  mitspielt, empfiehlt der BDG zur Gießkanne zu greifen und gut zu  wässern. Ansonsten sind Wintersastern genügsam, sie stellen keine  besonderen Ansprüche an den Boden und sind mit ein bis zwei Düngergaben  im Frühjahr zufrieden.
Abiotische Schäden an Tomatenfrüchten

Die zeitweilige sehr feucht-kühle Witterung in diesem Sommer hat bei Tomaten vermehrt zu unterschiedlichen Beeinträchtigungen an den Früchten geführt. Die Schäden wurden in der Regel
abern icht durch eine Pflanzenkrankheit oder einen Schädling verursacht, sondern sind auf abiotische Einflüsse zurückzuführen. Am häufigsten traten Schäden durch aufgeplatzte oder von der Blütenendfäule beeinträchtigte Früchte auf. Zum Teil konnte an den Tomatenfrüchten aber auch das Auftreten von Gelb- oder Grünkragen sowie von sogenannten
Goldpünktchen beobachtet werden.


Das ringförmige Aufplatzen der Tomatenfrüchte tritt vor allem auf, wenn die Triebspitze entfernt wirdoder wenn bei sehr wechselhaftem Wetter auf sehr heiße Tage eine regnerische Wetterperiode folgt. DieTomatenpflanzen sind dann aufgrund der zunächst heißen Wetterphase auf eine hohe Wasseraufnahmeeingestellt, die bei einem nachfolgend drüben ..........



Etwas aufwändig, aber am wenigsten grausam, ist das Aussetzen der auf­ge­sam­mel­ten Schnecken außerhalb des Gartens. Dazu empfiehlt sich eine entfernte Wiese oder Lichtung eher als etwa das Nachbargrundstück. Wer es sich zutraut und nachhaltig für Ruhe im Beet sorgen will, kann Schnecken durch einen sauberen Schnitt mit der Heckenschere den Garaus machen. Die toten Schnecken sollten auf den Kompost, damit sie nicht als energiereiche Nahrung für die Überlebenden dienen. Schnecken, vor allem gehäuselose, neigen zu Kannibalismus.
Bedenken Sie auch, dass sich Gehäuseschnecken in der Regel von abgestorbenem Pflanzenmaterial ernähren. Sie befallen nur selten lebende Pflanzen, und wenn, sind ihre Fraßschäden bei weitem nicht so groß wie die der Nacktschnecken, vor allem der Spanischen Wegschnecke. Sie sind zugleich nützlich, weil etwa die Weinbergschnecke sich gern über die Gelege von Nacktschnecken hermacht. Mit Schneckenkorn macht man jedoch auch diesen Tieren im Garten den Garaus.


Wer für nächstes Jahr vorbeugen möchte, grubbert vor dem ersten Frost den Boden um. Die Schneckeneier kommen so ans Licht und können von Vögeln gefressen werden oder erfrieren. Gärtner können auch gleich Blumen pflanzen, die Schnecken nicht mögen. Das sind zum Beispiel Astilbe, Farne, Ziergräser oder Frauenmantel.

Schneckenfraß im Garten

Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, schlüpfen viele kleine Schnecken und machen sich auf die Jagd nach jungem Salat, frisch ausgetriebenen Staudentrieben und allem zarten Grün im Garten.Rittersporn, Staudensonnenblume, Wasserdost und Sonnenbraut sind im zeitigen Frühjahr besonders gefährdet. Deshalb sollte jetzt das alte Laub zwischen gefährdeten Stauden entfernt werden. Darunter verstecken sich Schneckeneier und Jungtiere.Schnecken werden meachnisch – also durch Absammeln – in Schach gehalten. Wer sich – vor allem bei Nacktschnecken – per Hand ekelt, kann das mit einer Grillzange tun. Knifflig bleibt die Frage der anschließenden Entsorgung: Die Schnecken in einer Plastiktüte in den Müll zu werfen und dort langsam ersticken zu lassen, fällt eindeutig unter den Tatbestand der Tierquälerei.





Was ist eigentlich Kompost?
Kompost ist hochwertiger Humus, der aus verrotteten organischen Bestandteilen entstanden ist und von Bakterien, Pilzen, Regenwürmern, Asseln, Schnecken und anderen Kleinstlebewesen im 
Wie entsteht Kompost?
Kompost entsteht aus organischem Material durch die Aktivität heterotropher Mikroorganismen unter Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff.
Was darf kompostiert werden?
Gartenabfälle wie Laub oder Baumschnitt, Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffee- und Teesatz, Eierschalen, verbrauchte Blumenerde, Stroh und Mist, Holzspäne. Wichtig ist, immer wieder Lagen mit Erde oder Gesteinsmehlen zwischen die or­ga­ni­schen Schichten einzubringen. Dadurch wird der Rottevorgang beschleunigt. Nicht auf den Kompost gehören Fleisch- und Essensreste, Knochen oder der Inhalt von Staubsaugerbeuteln.
Wie lege ich einen Komposthaufen an?
Zunächst sollten ein passender Ort im Garten gesucht werden, der nicht zu wind­ge­schützt ist, denn kann der Haufen nicht lüften, entsteht schnell Fäulnis. Außerdem sollte der Komposthaufen nicht permanent in der Sonne stehen. Auf keinen Fall sollte man den Haufen auf Betonplatten oder einem anderen festen Untergrund anlegen, denn die Bodenlebewesen haben sonst keine Möglichkeit in den Haufen zu wandern. Eine herkömmliche Kompostkiste (aus Holz oder Draht) reicht im Prinzip schon aus, allerdings gibt es auch professionelle Komposter mit drei Abteilen, für das organische Material, den aufgesetzten und den reifen Kompost. Genauso gut kann aber auch eine so genannte Miete aufgeschichtet werden; das ist ein Komposthaufen ohne künstliche Begrenzung, der zwar ein wenig mehr Platz braucht, dafür aber leichter zugänglich ist.
Wann ist der Kompost reif?
Ist mit Gesteinsmehlen nachgeholfen worden, kann bereits nach wenigen Monaten frischer Kompost geerntet werden. Wer weniger häufig umschichtet und die Verrottung weitgehend den Kleinstlebewesen überlässt, muss etwa ein Jahr warten.
Wie bringt man den Kompost aus?
Kompost wird einmal im Jahr als dünne Schicht auf den Boden aufgebracht. Eine zu­sätz­li­che aufgebrachte Mulchschicht schafft beste Bedingungen für die Kleinstlebewesen im Kompost, die nun auch den Boden verbessern. Da Kompost aufgrund seines hohen Nährstoffdichte ein potenter organischer Dünger ist, gilt: Weniger ist mehr. Ein Liter Kompost je Quadratmeter Gartenfläche reicht vollkommen aus.


Das schwarze Gold: Kompost für den Garten



Kompost wird auch das schwarze Gold des Gärtners genannt. Naturnahe Gärtner werfen daher die Grünabfälle nicht einfach in den Hausmüll, sondern stellen daraus ihren eigenen Kompost her.
Kompostierung (auch Rotte) bezeichnet den biologischen Prozess des Nähr­stoff­kreis­laufs, bei dem leicht verwertbares organisches Material unter Einfluss von Luft­sau­er­stoff (aerob) von Bakterien und Pilzen (heterotrophen Mikroorganismen) abgebaut wird. Dabei werden neben Kohlendioxid auch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt wie beispielsweise Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Ma­gne­si­um­ver­bin­dung­en, die als Dünger wirken. Ein Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt.
Heute machen sich Hobbygärtner, die Eigenkompostierung betreiben, den Kom­pos­tie­rungs­pro­zess zunutze, um aus Küchen- und Gartenabfällen, Bioabfall und Grünschnitt Kompost zu erzeugen.
Kompostmaterial eignet sich zur Verbesserung der Bodeneigenschaften im Garten, aber – im industriellen Maßstab – auch für die Herstellung von Bodensubstraten und Erdemischungen. Je nach Nährstoffgehalt ist ausgereifter Kompost ein vollwertiger Dünger und macht in der Regel den Einsatz zusätzlicher Düngemittel überflüssig.
In der Natur wird entsprechend dem natürlichen Stoffkreislauf irgendwann alles Lebende wieder zu Erde. Im Garten ist dieser Kreislauf unterbrochen, da abgestorbenes Pflanzenmaterial in der Regel gerntet oder eingesammelt und entsorgt wird. So ent­zie­hen wir dem Boden eine wichtige Nährstoff- und Humusquelle.
Es gibt jedoch eine Möglichkeit, den durch Pflege, Jäten und Ernte unterbrochenen Stoffkreislauf im Garten zu schließen: Kompost! Er düngt und lockert den Boden durch natürliche Humus-und Pflanzennährstoffe und aktiviert das Bodenleben. Durch einen eigenen Komposthaufen, auf dem die organischen Abfälle aus dem Garten und der Küche entsorgt werden, lässt sich dieses für den Garten so wertvolle Material selbst herstellen.



Alle umfangreicheren Arbeiten, die nicht bis zum Oktober aufgeschoben werden können, müssen daher noch im Februar durchgeführt werden. Diese Regelung schließt auch private Grundstücke ein. Sie dient dem Schutz von Wildtieren und insbesondere von Vogelbruten, gilt aber grundsätzlich, das heißt unabhängig davon, ob Tiere beobachtet wurden oder nicht.

Auch außerhalb der Frist verbietet das Bundesnaturschutzgesetz, ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wildlebender Tierarten zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Das kann zum Beispiel auch unbeabsichtigt beim Entfernen von Fassadenbegrünungen geschehen. bErlaubt sind Maßnahmen, die aufgrund ausdrücklicher behördlicher Zulassung vorgenommen werden und nicht aufgeschoben werden können. Hierzu gehört zum Beispiel die Beseitigung von Gehölzen zur Durchführung einer genehmigten Baumaßnahme.


Gehölzschnitt noch im Februar erledigen!
Hecken und Gehölzpflanzungen sind lebende Wände, die neben der Abgrenzung auch der räumlichen Gestaltung des Gartens und der Kleingartenanlage dienen. Im Garten- und Landschaftsbau sind geschnittene Hecken ein traditionelles und sehr altes Ge­stal­tungs­ele­ment. Hecken haben aber nicht nur dekorativen Wert, sie sorgen außerdem für ein günstiges Kleinklima, spenden Schatten und sind Refugium für vielerlei Getier im Kleingarten.

Hecken können rein gärtnerisch eigentlich zu jedem beliebigen Zeitpunkt geschnitten werden ohne Schaden anzurichten. Nur Frühlingsblüher wie Forsythie, Mahonie und Scheinquitte werden direkt nach der Blüte geschnitten. Als Faustregel gilt: Früh­jahrs­schnitt bis Mitte März und/oder Sommerschnitt Ende Juli. Die Temperaturen im Winter sollten nicht unter minus 5 Grad Celsius liegen.

Besonders frei wachsende Hecken bieten Vögeln und anderen Tieren in Gärten, Parks und Kleingartenanlagen wichtige Deckung. Nicht nur natürliche Feinde wie Elstern und Eichhörnchen, sondern auch Hauskatzen, die in vielen Gärten häufig auftauchen, erkennen im Dickicht getarnte Tiere weniger leicht.

Zu beachten ist jedoch, dass Zeitpunkt und Umfang von Schnittmaßnahmen nicht im bloßen persönlichen Ermessen der Gartenbesitzer oder -pächter liegen, sondern im Bundesnaturschutzgesetz und daraus folgend den Landschafts- bzw. Na­tur­schutz­ge­setz- gebungen der Länder geregelt sind. In der Zeit vom 1. März bis zum 30. September ist es untersagt, Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände zu roden, zurückzuschneiden oder zu zerstören. Nun muss deshalb niemand gesetzlich verordneten Wildwuchs bei Formhecken befürchten. Erlaubt sind in dieser Zeit schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen. Aber auch hierbei gilt: Vor dem Schnitt sollten die Gehölze vorsichtig nach Brutvögeln durchsucht und eventuell auf motorisiertes Werkzeug verzichtet werden.
Winterschutz im Garten
Rechtzeitig vor den ersten stärkeren Frösten sollte bei empfindlichen Pflanzen im Garten, die den Winter über draußen bleiben, an einen ausreichenden Winterschutz gedacht werden. Besonders empfindlich für extreme Kälte sind vor allem mediterrane Pflanzen, wie z. B. diverse Kräuter wie Rosmarin, Lavendel oder Salbei, aber auch immergrüne Gehölze wie Mittelmeer-Schneeball, Kriechspindel, Glanzmispel, Kamelie oder Aukube. Selbst für Kirschlorbeer und Rosen ist ein ausreichender Winterschutz in manchen Fällen sinnvoll.
Schäden an den Pflanzen entstehen nicht nur durch die Frosteinwirkung direkt, sondern auch dadurch, dass die immergrünen Pflanzen bei Frost nicht mehr genügend Wasser aus dem gefrorenen Boden aufnehmen können und dann regelrecht vertrocknen (Frosttrocknis): Denn immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser über ihre Blätter und Nadeln. Zudem wird die Gefahr der Austrocknung durch starke Winde noch zusätzlich verstärkt. Es ist daher ratsam, empfindliche Gehölze sowie mediterrane Pflanzen im Winter bei strengem Frostdurch Fichtenreisig, Schilfrohr- oder Kokosmatten, Schattenleinen, Jutesäcke oder Schutzvlies vor extremer Kälte, Wind und auch vor direkter Mittagssonne zu schützen. Vor allem für Neupflanzungen ist dies wichtig, da diese noch keine ausreichende Standfestigkeit aufweisen und daher besonders gefährdet sind. Besonderen Schutz benötigen zudem auch Pflanzen in Kübeln und Pflanztrögen.
Soweit möglich, sollten diese Pflanzen an einen windgeschützten Platz umgesetzt, „auf Füße gestellt“ und eventuell auch mit einem geeigneten Schutzmaterial ummantelt werden.
An frostfreien Tagen im Winter ist es darüber hinaus sinnvoll, immergrüne Gehölze bei Bedarf noch einmal ausgiebig zu wässern. Eine Bedeckung des Bodens mit Laub, Kompost oder Reisig kann zusätzlich helfen, ein stärkeres Austrocknen beziehungsweise Einfrieren des Bodens zu verhindern.

gez. Andreas Vietmeier, Landwirtschaftskammer NRW

  
Äpfel richtig lagern
Der Oktober ist die Haupterntezeit der Äpfel. Die oft üppige Ernte muss jedoch nicht durchweg zu Most oder Mus verarbeitet werden. Viele Apfelsorten eigen sich her­vor­ra­gend zur Lagerung. Damit die Äpfel auch im Frühjahr noch knackig sind, gilt es, optimale Lagerbedingungen im Haushalt zu schaffen. Denn Äpfel reifen nach und altern.
Äpfel verändern sich nach der Ernte, sie reifen nach und altern.Während der Nach­rei­fe werden Stärkereste zu Zucker abgebaut und Glucose in die süßere Fructose um­ge­wan­delt. Dadurch verbessern die Äpfel ihr Aroma und schmecken süßer. Doch mit zunehmender Lagerdauer sinkt der Vitamingehalt, die Frucht verliert an Feuch­tig­keit, wird zunehmend runzelig und mehlig. Das Fruchtfleisch färbt sich braun und der Apfel verdirbt letztendlich. Dieser biologische Prozess lässt sich gezielt durch folgende Lagerbedingungen verlangsamen:




Blattbräune der Quitte
Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten
Der Direktor der Landwirtschaftskammer NRW als Landesbeauftragter
Nr. 12 vom 11.08.2017
Bei einem Befall mit der Blattbräune der Quitte (Diplocarpon soraueri) treten
an den Blättern der Quitte rötlich-braune, später schwarze, rundliche Flecken mit winzigen Pusteln auf.
Die erkrankten Blätter fallen nachfolgend zum Teil vorzeitig ab.
An den Früchten entstehen anschließend ebenfalls schwarze,
gelegentlich krustige Flecken,die manchmal zudem rissig werden und das Auftreten
einer zusätzlichen Fruchtfäule (Monilinia spp.) begünstigen.

gez. Andreas Vietmeier


Obstbäume ohne Netze schützen
Viele Hobbygärtner, die ihre Obstbäume oder -sträucher vor Vögeln schützen wollen, benutzen Netze zum Fernhalten der unerwünschten Essensgäste. Darauf sollte verzichtet werden, da Netze zu tödlichen Fallen für Vögel, und wenn sie bis zum Boden reichen, sogar für Igel werden können.
Statt Netze sollten Vogelscheuchen, Klappergeräte sowie bunte oder glitzernde Flat­ter­bän­der eingesetzt werden, die auch gut selbst hergestellt werden können.Wer nicht auf Netze verzichten will, sollte nur solche Produkte wählen, deren Ma­schen­wei­te 30 Millimeter nicht überschreitet. Um die Sichtbarkeit der Netze für die Vögel zu erhöhen, sollten siebunt, am besten rot, blau oder orange sein und eine Fadendicke von mindestens einem Millimeter aufweisen. Die Baumkrone oder der Strauch sollten lückenlos und straff eingenetzt werden, damit die Vögel nicht hineinfliegen können. Einmal-Netze bekommen schneller Löcher und sollten zugunsten von robusten Qualitätsprodukten vermieden werden. Dies spart auch Rohstoffe.
Quelle: BUND
Aus dem Nest gefallen - was tun mit Jungvögeln?
Jedes Jahr im Frühjahr und Sommer kann man im Garten Jungvögel beobachten, die sich allein im Geäst oder auf dem Boden aufhalten und nach Futter betteln. Oft werden solche Jungvögel von wohlmeinenden Menschen aufgenommen in der Annahme, sie seien von den Eltern verlassen worden oder aus dem Nest gefallen.
Doch Vorsicht: In den meisten Fällen handelt es sich um fast flügge Jungvögel, die nach dem Verlassen des Nests von den Eltern weiter gefüttert werden. Diese wagen sich oft nur deshalb nicht an ihren Nachwuchs heran, weil sich Menschen in der Nähe aufhalten. Darum gilt, nicht vorschnell zu handeln, sondern sich zurückzuziehen erst einmal genau zu beobachten.
Der Jungvogel sollte zunächst aus genügend großem Abstand etwa eine Stunde lang genau beobachtet werden: Kommt nicht doch ein Altvogel vorbei und füttert das Jungtier? Vor Fressfeinden am Boden – vor allem Rabenvögel und Katzen – kann man den Jungvogel schützen indem man ihn in die Äste eines Strauchs oder Baumes in unmittelbarer Nähe setzt. Entgegen der allgemeinen Vorstellung hat der menschliche Geruch keinen Einfluss auf die Eltern-Jungvogel-Bindung. Gebäudebrüter wie Mau­er­seg­ler, Rauch- oder Mehlschwalben müssen nicht erst beobachtet werden, da sie von den Eltern generell nicht mehr gefüttert werden, wenn sie aus dem Nest gefallen sind.
Nur im absoluten Notfall, wenn tatsächlich keine Versorgung durch die Altvögel stattfindet, kann man den Jungvogel vorsichtig aufnehmen. Bedenken Sie, dass der Gesetzgeber die grundlose Entnahme von Wildtieren verbietet. Das hilfsbedürftige Tier wird in ein entsprechend großes, geeignetes Behältnis verbracht. Das kann ein Pappkarton mit Luftlöchern oder ein Vogelkäfig sein. Der Boden des Behälters wird mit saugfähigem Material wie Küchenvlies bedeckt. Bevor man versucht, den jungen Vogel selbst aufzuziehen, sollte man sich an fachkundige Stellen wenden, die ihn eventuell aufnehmen bzw. weitervermitteln können. Das sind örtliche Tierschutzvereine, Kreis- oder Ortsgruppen von NABU, BUND, Tierheime oder Tierärzte.Jungvogelaufzucht erfordert hohen Zeitaufwand, vor allem durch häufiges Füttern (alle 30 bis 45 Minuten) und regelmäßiges Säubern des Käfigs oder Kartons. Außerdem kann – wer keine Erfahrung in der Aufzucht von Jungvögeln hat – vieles falsch machen und den Tieren dadurch mehr schaden als helfen.Es bieten sich auch im Garten viel mehr Gelegenheiten, den heimischen Wildvögeln zu helfen: Unzählige Vögel sterben jedes Jahr, weil sie gegen Fensterscheiben oder verglaste Wintergärten fliegen. Abhilfe schaffen Vorhänge hinter den Fenstern oder selbstklebende Greifvogelsilhouetten. Im Garten können offen stehende Regenfässer zur Falle für Vögel werden. Eine Schutzabdeckung verhindert, dass die Tiere bei der Wasseraufnahme oder beim Baden in den Fässern ertrinken. Als Vogelbäder und -tränken eignen sich hingegen wassergefüllte flache Schalen wie Blumentopfuntersetzer aus Keramik. Ein Badestein in der Mitte erleichtert die Gefiederpflege.


Wenn diese Maßnahme allein nicht ausreicht, ist es auch möglich, eine Behandlung mit einem dafür zugelassenen Pflanzenschutzmittel durchzuführen. Für den Haus- und Kleingarten ist vor allem der Einsatz eines biologischen Präparates auf der Basis von Bacillus thuringiensis, wie etwa Bayer Garten Universal-Raupenfrei Lizetan, Dr. Stähler Raupen-Frei Dipel ES oder Neudorff Raupenfrei Xentari, zu empfehlen.
Da Präparate mit dem Wirkstoff B. thuringiensis aber nur gegen junge Raupen wirksam sind, ist es erforderlich, dass sie rechtzeitig beim ersten Auftreten der Raupen ausgebracht werden. Vorbeugend lässt sich die Befallsgefahr bereits verringern, wenn man die Kohlpflanzen direkt nach der Saat oder Pflanzung mit einem Kulturschutznetz abdeckt. Das Netz schützt gleichzeitig auch vor anderen Khlschädlingen, wie beispielsweise der Kleinen Kohlfliege, Mehligen Kohlblattlaus sowie vor Faßschäden durch Vögel. Das Netz sollte möglichst während der gesamten Kulturdauer auf den flanzen liegen bleiben und auch im Randbereich dicht mit dem Boden abschließen.

gez. Andreas Vietmeier
Raupen an Kohlgemüse
An Kohlgemüse treten im Sommer bei warmer Witterung häufig verstärkt Raupen verschiedener Schmetterlingsarten auf. Am häufigsten kommen die Raupen der Kohlmotte (Kohlschabe) und des Kleinen Kohlweißlings vor. Gelegentlich werden Kohlpflanzen aber auch von den Raupen der Kohl- und Gammaeule, des Großen Kohlweißlings oder des Kohlzünslers befallen.
Die Raupen fressen an den Blättern und verursachen zum Teil erhebliche Pflanzenschäden. Je nach Raupenart entstehen entweder Fraßstellen am Blattrand, Löcher in den Blättern oder Bohrlöcher, die bis ins Kopfinnere reichen. Mitunter wird der Kohl auch durch zurückbleibenden Raupenkot verschmutzt´Eine Bekämpfung der Raupen kann am besten durch ein regelmäßiges Absammeln per Hand erfolgen.


Hummeln schützen und fördern
Hummeln sind die Frühlingsboten unter den Insekten. Sie gehören zu den Wild­bie­nen­ar­ten. Als erste Blütenbestäuber im Jahr sind sie bereits bei niedrigen Temperaturen und noch vor ihren Verwandten, den Solitär- und Honigbienen, unterwegs. Ihr Vorteil: Durch ihre Flugmuskulatur besitzen sie eine ausgeklügelte „Heizung“ und auch die dichte Behaarung hilft ihnen, Energie zu sparen. So sind sie besonders gut an Kälte angepasst und können während kühler Witterungsperioden wichtige Be­stäu­bungs­diens­te übernehmen, wenn andere Bienenarten noch nicht beziehungsweise nicht mehr ausfliegen. Für die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen kommt ihnen daher eine besondere Bedeutung zu. Außerdem sind viele Nutz- und Wildpflanzen speziell auf die Bestäubung durch Hummeln angewiesen, viele Blütenpflanzen und Hummeln sind koevolutionär angepasst.
Wer möchte, kann den Hummeln neben einem geeigneten Nahrungsangebot im zeitigen Frühjahr auch noch einen Nistplatz anbieten. Hummelkästen gibt es als Bausatz zu kaufen oder man kann sie ganz leicht selbst anfertigen. Ein naturnaher Garten und auch ein Balkon können so für die Hummeln so zu einem willkommenen Überlebensraum werden.


Hilfe, Wespen!
Jetzt fallen sie wieder im Trupp über Kuchen, Limonade und alles Süße her, als gäbe es keine Alternative: Wespen. Und genau so ist es auch. Ausgewachsene Wespen brauchen Zucker – und zwar als „Flugbenzin“. Da es um diese Zeit bereits an natürlichen Fut­ter­quel­len wie Blütennektar mangelt, bedienen sie sich eben auch an Pflaumenkuchen, reifem Obst und Marmelade. Die Wespenlarven dagegen benötigen Eiweißnahrung. Deshalb fangen die Arbeiterinnen auch fleißig Fliegen, Raupen und andere Insekten, um sie damit zu füttern.
Trotzdem: Wespen am Kaffeetisch nerven. Für Gartenfreunde, die öfter am gleichen Platz im Freien Kaffee trinken, gibt es deshalb einen Tipp: Probieren Sie es mit einer Ablenkungsfütterung! Wespen lassen sich regelrecht trainieren, nur noch Zuckerwasser zu trinken, das man ihnen etwas abseits vom Kaffeetisch anbietet. Zunächst stellt man beispielsweise einen Blumenuntersetzer mit Zuckerwasser direkt neben den Tisch auf einen Hocker. Sobald die Wespen die bequeme Futterquelle, von der sie nicht ver­scheu­cht werden, entdeckt haben und regelmäßig aufsuchen, wird der Hocker im Laufe des Kaffeetrinkens immer weiter weg gerückt, bis zu einem Platz, wo das flache Schälchen stehenbleiben soll. Wichtig ist, die Flugrichtung der Wespen zu beobachten, damit die Anflugschneise nicht über den Kaffeetisch verläuft.

Hummeln verfügen zwar über einen kleinen Wehrstachel, setzen diesen jedoch so gut wie nie ein. Sie sind äußerst friedlich und können sogar vorsichtig auf die Hand ge­nom­men werden. Wenn im Frühjahr die Königinnen auf Nestsuche sind, ist es manchmal sogar erforderlich, die Tiere anzufassen, um sie auf den rechten Weg zu bringen. Hummeln benutzen ein Nest selten zweimal. Dennoch muss nicht jedes Jahr ein neuer Hummelkasten gebaut werden. Kontrollieren Sie am alten Hummelkasten, ob Ein­flug­schnei­se und Schlupfloch noch zugänglich sind und ob im Innenraum genügend Platz vorhanden ist. Räumen Sie den Hummelkasten von toten Hummeln und Ver­un­rei­ni­gun­gen und setzen Sie ihn wieder an seinen Platz. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn jedes Jahr im Herbst tote Hummeln unter den Bäumen liegen. Das ist der Lauf der Natur. Nur die befruchteten Königinnen überwintern und gründen im Frühjahr einen neuen Staat.
Wenn Sie im Frühjahr eine geschwächte Hummel-Majestät in Ihrem Garten finden, helfen Sie ihr mit einem Esslöffel Zuckerwasser oder verdünntem Honig. Setzen Sie die Königin anschließend direkt am Hummelkasten ab. Mit etwas Glück baut die Königin ihre erste Wabe, legt einige erste Eier und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Pollen, den sie an Blüten sammelt. Für sich selbst braucht sie Nektar, den sie als Schlechtwettervorrat zu Honig umwandelt und in Wachstöpfchen lagert. Wer jetzt im zeitigen Frühjahr einer Hummelkönigin hilft, rettet nicht nur ein einziges Tier, sondern gleich einen noch im Entstehen begriffenen Hummelstaat.
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Beim nächsten Mal wird das Zuckerwasser schon vor dem Kaffeetrinken an seinen ausgesuchten Platz gestellt. Nach zwei, drei Versuchen steuern die Wespen in der Regel nur noch die bequeme Futterquelle an, und der Gartenfreund/die Gartenfreundin hat Ruhe vor den Plagegeistern.
Wichtig ist es, das Schälchen nach der Mahlzeit sofort wieder zu entfernen. Die pfiffigen Insekten lernen so, dass es nur dann etwas für sie gibt, wenn der Kaffeetisch gedeckt ist. Ließe man den Futternapf stehen, würde es sich bei sämtlichen Wespen in der Um­ge­bung „herumsprechen“, dass da eine Dauerzuckerquelle existiert. Man würde sich vor ungebetenen Gästen wohl kaum noch retten können.
Auch mit einem Wassersprühstrahl aus einer Sprühflasche können Wespen erfolgreich konditioniert werden. Wichtig hierbei ist, eine Sprühflasche mit einer auffälligen Farbe zu verwenden. Die Insekten lernen schnell, den Zusammenhang zwischen dem auffällig gefärbten Objekt und dem für sie bedrohlichen Sprühstrahl herzustellen. Wasser auf den Netzflügeln macht die Insekten nämlich manövrierunfähig und stellt für sie eine lebensbedrohliche Situation dar. Schon nach wenigen Tagen genügt es, die Flasche auf den Tisch zu stellen. Ursache und Wirkung haben sich nämlich ebenfalls schnell im Wespenvolk „herumgesprochen“.
Quelle: BUND, BDG
Leckerer Bodendecker – die Preiselbeere 
Sie sind perfekte Bodendecker zwischen Kulturheidelbeeren oder Rhododendron­büschen: Preiselbeeren (botanisch: Vaccinium vitis-idae) sind äußerst robust, frosthart und anspruchslos. Einzige Bedingung: Sie müssen auf saurem, humusreichem Boden stehen. Dann gedeihen und reifen sie aber sogar im lichten Schatten.
Die kleinen Preiselbeersträucher können jetzt in einem Abstand von 40 Zentimetern gepflanzt werden. Nach dem Pflanzen sollte unbedingt die Gießkanne bereit stehen, denn die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Blüten und Beeren unterscheiden sich je nach Sorte leicht. Die Sorte ‚Koralle‘ etwa schmückt sich mit rosafarbenen Blüten und korallenroten Beeren. Wer es kräftiger mag, wählt zum Beispiel die ‚Erzgebirgsperle‘ – sie beeindruckt mit dunkelroten Beeren in dichten Trauben und ist besonders frosthart.
Haupterntezeit für die Preiselbeeren ist der Oktober. Einen ersten Vorgeschmack liefern die Sträucher aber bereits im Juli.
Heilkräuter wurden seit Menschengedenken
zu therapeutischen und würzenden Zwecken der Natur entnommen.
Dadurch wurden einerseits natürlich vorkommende Pfl anzenbestände
teilweise stark reduziert, andererseits kam es immer wieder zu gefährlichen
Verwechslungen mit giftigen Pfl anzen.
Die Erfahrungen im Umgang mit ihnen wurden von Generation zu Generation
weitergegeben. Aufgrund umwälzender Entdeckungen in der pharmazeutischen
Industrie des 20. Jahrhunderts nahm der Bedarf an Arzneipfl anzen stetig ab.





Es ist daher ratsam, Kübelpflanzen bereits vor dem Einräumen gründlich auf einen eventuellen Befall zu kontrollieren und vorhandene Schädlinge zu bekämpfen. Treten jetzt noch Schädlinge auf, sollte die Bekämpfung möglichst auf mechanischem Wege erfolgen (z. B. durch das Abstreifen mit den Fingern, durch ein Abspülen mit einem scharfen Wasserstrahl oder durch einen Rückschnitt der befallenen Triebe). Nur im Ausnahmefall kommt gegebenenfalls auch die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels in Betracht.
Bei den derzeitigen niedrigen Temperaturen lassen sich hierzu am besten Mittel mit einer Kontaktwirkung einsetzen, wie beispielsweise Naturen Bio Schädlingsfrei Zierpflanzen (Rapsöl),
Compo Schädlings-frei plus (Pyrethrine + Rapsöl) oder Neudosan AF Neu Blattlausfrei (Kaliseife).
Sollten die Klimabedingungen im Winterquartier hingegen günstiger sein, können zur Bekämpfung auch Nützlinge zum Einsatz kommen, etwa Florfliegenlarven (Chrysoperla carnea) gegen Blattläuse oder Raubmilben (Amblyseius californicus) gegen Spinnmilben.
Schädlinge an Kübelpflanzen


Die Überwinterung stellt für Kübelpflanzen eine schwierige Zeit dar. Die Klimabedingungen im Winterquartier sind selten optimal. Vor allem das fehlende Licht macht den Pflanzen häufig zu schaffen. Stehen die Pflanzen außerdem noch in zu warmen Räumen, wachsen sie auch im Winter weiter und bilden bei wenig Licht vermehrt dünne, weiche Triebe. Solche Triebe sind sehr schädlingsanfällig und werden vor allem gerne von Blattläusen befallen.
An den Überwinterungspflanzen können aber z. B. auch Schildläuse, Woll- oder Schmierläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen auftreten. Die Schädlinge gelangen meist schon beim Einräumen aus dem Freien mit ins Winterquartier und vermehren sich dann dort weiter.
Die Welt im Kleinen – Insekten im Garten

Unsere Reise durch die Welt der Insekten beginnt mit einer
Reise durch die Zeit, wir gehen zurück bis ins Kambrium
vor 541–485,4 Millionen Jahren. Das Leben spielte
sich noch vollständig im Wasser ab und dieser stachelige
Urahn aller Insekten, Spinnen und Krebse lebte i
den Meeren. Die Linie der Trilobiten, die auch ihren Ursprung
in dieser Zeit hatten, fand ihr endgültiges Ende
im Massensterben des Perms, ohne der Nachwelt etwas
außer Fossilien zu hinterlassen.

Mit Kompost düngen – nachhaltig gärtnern
(Quelle BDG)

Kompostieren macht aus Küchen- und Gartenabfällen wertvollen Dünger, versorgt Obst, Gemüse und Zierpflanzen im Garten mit allen notwendigen Nährstoffen und hilft darüber hinaus, das Klima zu schonen.
Der Frühling ist da, die Gartensaison ist eröffnet. Stauden und Sommerblumen sollen reichlich blühen und Obst und Gemüse in Fülle wachsen. Dazu brauchen die Pflanzen neben dem richtigen Standort auch ausreichend Nährstoffe und der Griff zur Mineraldünger­packung ist schnell getan. Doch muss das sein?

Dünger aus Küche und Garten
Wer nachhaltig denkt, verwendet Dünger aus dem eigenen Garten. Hochwertige Komposterde aus der Eigenkompostierung von Küchen- und Gartenabfällen stellt die umweltfreundlichste Quelle für Dünger dar. Sie versorgt nicht nur die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen, sondern den Boden auch mit wertvoller organischer Substanz. Kompostierung schließt den natürlichen Stoffkreislauf ohne Emissionen durch Transport oder durch den Herstellungsprozess von Mineraldüngern.

Das Plus der organischen Düngung
Der Einsatz von Komposterde fördert nicht nur die Nährstoffzufuhr, sondern auch das Bodenleben und den Humusaufbau – genau wie Mulch oder die Hinterlassenschaften von Tieren, also Mist. Die darin enthaltenen Bodenorganismen schaffen durch ihre Tätigkeit im Boden eine stabile, fruchtbare Krümelstruktur, der Kompost und andere organische Substanz wird langsam von ihnen abgebaut. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und stehen den Pflanzen je nach Bedarf zur Verfügung. Auch im Fachhandel werden zahlreiche organische Dünger für den Garten angeboten, zum Beispiel Kompostpräparate, Kräuterextrakte, Regenwurmkot oder Düngemittel aus pflanzlichen Bestandteilen und Hornspänen. Wegen kurzer Transportwege sollte Dünger aus heimischer Produktion bevorzugt werden.

Weniger ist mehr
Kompost aus dem Garten sollte sparsam verwendet werden. Es ist ratsam, nur bei Bedarf und in Maßen zu düngen. Als Faustformel gilt, dass 3 bis fünf Liter Kompost (nehmen Sie einen Küchenmessbecher zu Hilfe) pro Quadratmeter und Jahr für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf ausreichend sind. Starkzehrer, wie alle Kohlarten, Tomate oder Kürbis vertragen etwas mehr.

Klimabelastung durch mineralische Kunstdünger
Für die Herstellung synthetischer Kunstdünger werden bis zu zwei Liter Erdöl je Liter Dünger verbraucht. Doch nicht nur der große Energieverbrauch ist ungünstig, die Nährstoffe aus synthetischen Düngemitteln stehen den Pflanzen sehr rasch und in zu großer Menge zur Verfügung. Dies führt meist zu einer Überversorgung der Pflanzen, vor allem mit Stickstoff und Phosphor, was zu geilem Wachstum führt die Pflanzen schwächt und anfällig für Schädlinge macht. Überschüssiger Stickstoff wird zudem leicht ausgewaschen, wodurch das Grundwasser belastet wird, Phosphat im Boden festgesetzt, so dass er nicht mehr für die Pflanzen verfügbar ist.


Aufgepasst bei Anzuchterden!

Nicht wenige Kleingärtner wenden viel Mühe für die Anzucht von Jungpflanzen auf. Jedes Jahr bieten die Kataloge diverser Anbieter eine unendliche Fülle neuer Sorten bei Gemüse, Zierpflanzen und auch Obst. Dann muss die Entscheidung her: Welche Eigenschaften muss die gewünschte Sorte haben? Ist sie für meinen Standort geeignet? Entscheide ich mich für Hybrid-Saatgut? Meist wird dann ein stolzer Preis bezahlt. Ein Gurken- oder Tomaten-Samenkorn kostet nicht selten einen Euro und mehr. Ärgerlich ist es dann, wenn der Samen nicht keimt oder die Keimlinge krank werden und absterben. Sehr oft ist die Anzuchterde Ursache für den Misserfolg, weil hier aus Unkenntnis gespart wird.
Aussaaterde muss unbedingt keimfrei sein und feinkrümelig sein. Das bedeutet, ihre Korngröße – also ihre größten Partikel – sollte (dürfen) 5 Millimeter nicht überschreiten. Außerdem muss Aussaaterde bis zu 70 Volumenprozent Wasser aufnehmen können, bei Wassersättigung aber immer noch zehn Volumenprozent Luft enthalten. Eine solche Erde kann nur ein professioneller Substrathersteller herstellen, dem Freizeitgärtner gelingt dies in der Regel nicht.
Erde mit hohem Wasserhaltevermögen, aber einem zu geringem Porenvolumen ist nicht für die Aussaat geeignet: Das das geringe Luftvolumen führt zu Staunässe – und die holt Schadpilze auf den Plan. Häufig werden Wurzeln, Wurzelhals und Stängel der Sämlinge von Pythium, Fusarium und anderen Schadpilzen befallen. Das Schadbild ist typisch: die Sämlinge werden braun, fallen um und sterben ab. Daher wird der Befall mit einem dieser Erreger als Auflauf- oder Umfallkrankheit bezeichnet.
Anzuchtsubstrate sollten grundsätzlich nährstoffarm sein. Hohe Salzgehalte in der Erde hemmen die Keimung und können die Keimwurzeln schädigen. Erst wenn das erste Laubblatt erscheint, müssen langsam Nährstoffe zugeführt werden. Dazu eignet sich gewöhnlicher Flüssig-Blumendünger aus dem Fachmarkt oder Drogeriehandel, der in schwacher Konzentration (halbe Aufwandmenge) alle 14 Tage verabreicht wird.





   
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Impressum:
Konzept, Design, Programmierung
Eckhard Hamann


Kleingartenanlage "Werftblick" e.V.
eingetragen beim Amtsgericht der Hansestadt Rostock Vereinsregister Nr: 216.
Die Kleingartenanlage ist gemeinnützig anerkannt beim Finanzamt HRO unter
der Steuernummer: 079/141/04682
Bankverbindung - Ostseesparkasse Rostock
IBAN: DE75 13050000460004140
BIC: NOLADE21ROS

Postanschrift:
KGA" Werftblick" e.V.
c/o Jörg Reppin
Stephan-Jantzen-Ring 58
18106 Rostock
Vorsitzender: Jörg Reppin
Telefon: (0381) 1208613
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