Fachberatung - Kleingartenanlage Werftblick

Mitglied im Verband der Gartenfreunde Hansestadt Rostock
Direkt zum Seiteninhalt


Der Facherater informiert

Gartentipps Atuell
       
          



"Kleingärtnerische Nutzung - aus Sicht der Fachberatung"
BDG Positionspapier

       





_________________________________________________________________________________________________________
Die besten Gartentipps im Juli


Quelle: (mein schöner Garten,Flora Press/David Burton/FLPA, Martin Staffler,Bodo Butz)

Gemüsegärtner haben jetzt alle Hände voll zu tun. In unseren Gartentipps  für den Nutzgarten im Juli finden Sie die wichtigsten Arbeiten auf  einen Blick.


Im Nutzgarten füllen sich jetzt im Juli die Erntekörbe. Neben der Ernte  fallen aber noch einige weitere Arbeiten an. Welche das sind, lesen Sie  in unseren Gartentipps für den Juli.

Erntezeit im Nutzgarten
Im Frühjahr gesäte Möhren  werden als Bundmöhren geerntet, sobald die Wurzeln ihre sortentypische  Größe erreicht haben. Dann sind die Rüben besonders knackig und süß,  enthalten aber weniger aromabildende ätherische Öle und können nur kurze  Zeit – am besten ohne Laub – im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kohlrabi, Radieschen und Rettiche  vertragen die Sommerhitze weniger gut und bilden bei Trockenheit oft  holzige oder wattige Zellen. Sie sollten eher etwas zu früh als zu spät  geerntet und verwertet werden. Auch bei Knollensellerie  holt man schon jetzt einen Teil aus der Erde, dünnt die Reihen dabei  aus und verwendet die noch kleinen, aber sehr würzigen Knollen samt Grün  als Suppengemüse.

Frühkartoffeln  erntet man nach Bedarf. Solange das Laub noch grün ist, wachsen die  Knollen im Boden weiter und der Ertrag steigt. Warten Sie allerdings mit  der Ernte nicht bis zum Vergilben der Blätter, da die Kartoffeln  sonst ihren frischen Geschmack verlieren. Häufeln Sie die Pflanzen  regelmäßig an und halten Sie das Beet unkrautfrei. Erst wenn das Laub  abstirbt, rodet man die Reihen komplett.

Feldsalat und Petersilie aussäen
Feldsalat verlangt  einen sonnigen Platz und gedeiht dort auf jedem nicht allzu trockenen,  unkrautfreien Gartenboden. Für die Herbsternte sät man jetzt  zartblättrige Sorten wie ‘Gala’ oder ‘Favor’, für die Überwinterung im  Freiland kommen nur mehltaufeste, frostharte Züchtungen wie ‘Vit’,  ‘Verte de Cambrai’ oder ‘Holländischer Breitblättriger’ infrage. Die  Aussaat erfolgt knapp einen Zentimeter tief und am besten in Reihen mit  10 bis 15 Zentimeter Abstand. Wichtig: Die Erde nach dem Abdecken der  Saat gut andrücken, damit die Samen Bodenschluss haben. Anschließend gut  wässern und das Beet bis zum Keimen gleichmäßig feucht halten.
Petersilie keimt bei kühler Witterung nur sehr zögerlich. Am besten gelingt die Aussaat  im Juli. Gesät wird mit 10 bis 15 Zentimeter Abstand, etwa ein  Zentimeter tief an einem halbschattigen Standort. Wichtig: Das Saatbett  immer feucht halten.

Zwiebeln ernten und einlagern
Noch immer wird häufig empfohlen, vor der Ernte das grüne Zwiebellaub umzutreten, um die Abreife zu fördern. Dadurch setzt bei Zwiebeln  jedoch eine Art Notreife ein. Als Folge lassen sie sich weniger gut  einlagern, beginnen oft von innen zu faulen oder treiben vorzeitig aus.  Warten Sie ab, bis die Röhrenblätter von selbst umknicken und so weit  vergilbt sind, dass fast kein Grün mehr zu sehen ist. Dann hebt man die  Zwiebeln mit der Grabegabel aus der Erde, breitet sie auf dem Beet aus  und lässt sie dort etwa zwei Wochen nachtrocknen. Stattdessen können Sie  die Zwiebeln auch regensicher auf Holzrosten oder in flachen Kisten auf  dem überdachten Balkon auslegen. Vor dem Einlagern dreht man das dürre  Laub ab und verpackt die Zwiebeln in Netze oder flicht dekorative  Zwiebelzöpfe und lagert diese in einem kühlen, frostfreien und luftigen  Raum.


Bohnen aussäen: Letzter Termin
Der letzte Aussaattermin für Buschbohnen  ist Mitte Juli, deshalb sollten Sie diesen Gartentipp zeitnah umsetzen.  Die Pflanzen sind eine ideale Folgekultur für Frühkartoffeln und Kohlrabi. Meiden Sie hingegen Beete, auf denen im vergangenen Jahr Bohnen oder Erbsen  gestanden haben. Säen Sie die Bohnen am besten in drei bis fünf  Zentimeter tiefen Rillen aus und bedecken Sie sie ganz dünn mit Erde.  Sobald die Bohnen keimen, werden die Rillen geschlossen. Wichtig: Die  flachwurzelnden Pflanzen müssen von der ersten Blüte an regelmäßig  gewässert werden, sonst bringen sie nur wenig Ertrag.

Möhren für die Herbsternte aussäen
Anfang Juli ist der letzte Termin für die Möhrenaussaat, deshalb ist  bei der Umsetzung dieses Gartentipps ebenfalls Eile geboten. Die Samen  keimen im warmen Boden viel schneller als im Frühjahr und bilden  besonders zarte Wurzeln. Säen Sie am besten Sorten mit kurzer Kulturzeit  wie beispielsweise ‘Milan’ oder ‘Fynn’. Eine Markiersaat mit Radieschen  ist im Sommer wegen der kürzeren Keimzeit nicht erforderlich,  stattdessen sollten Sie ein paar Dillsamen untermischen. Der bewährte Mischkulturpartner  verbessert das Aroma der Möhren und passt auch in der Küche gut zu  Möhrensalat oder -gemüse. Wichtig: Decken Sie das Beet bis Ende August  mit einem Kulturschutznetz ab, denn so lange ist die Möhrenfliege noch auf der Suche nach einem Eiablageplatz.

Kräuter ernten, trocknen und vermehren
Während man die meisten Kräuter kurz vor der Blüte erntet, wartet man bei Oregano und Thymian,  bis die hellvioletten Dolden aufgeblüht sind. Erst dann entfalten die  Blätter ihr volles Aroma und bewahren es auch beim Trocknen. Ernten Sie  am besten an einem sonnigen Vormittag, nachdem der nächtliche Tau  abgetrocknet ist. Unser besonderer Gartentipp: Sobald sich Bienen und  andere Blütenbesucher einstellen, ist der Gehalt an ätherischen Ölen am  höchsten.

Blumenkohl schattieren
Damit der Blumenkohl  möglichst lange appetitlich weiß bleibt, sollten Sie die Blume jetzt  vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Knicken Sie dazu einfach die  großen äußeren Blätter um und legen Sie sie über die Knospen. Bei Bedarf  können Sie die Blätter mit einem Zahnstocher fixieren: Durchstoßen Sie  die Enden der gegenüberliegenden Blätter damit kurz vor der Mittelrippe  von oben nach unten und stechen Sie ihn auf der anderen Seite wieder  nach oben durch.

Gemüsebeete hacken
Mit der Hacke bekämpfen Sie in Ihren Gemüsebeeten nicht nur das  Unkraut – Sie schützen den Boden durch regelmäßiges Hacken auch vor dem  Austrocknen. Das Gerät zerstört die feinen Wasserkanäle (Kapillare) in  der oberen Erdschicht und senkt so die Verdunstung. Hacken Sie am besten  nach längeren Regenfällen, wenn der Boden besonders viel Wasser  aufgenommen hat und die Oberfläche verschlämmt ist.

Kompost gelegentlich wässern
Damit der Verrottungsprozess nicht zum Erliegen kommt, sollten Sie  den Komposthaufen bei anhaltend warmer Witterung gelegentlich kräftig  wässern. Geben Sie Ernterückstände und weiteres organisches Material  stets gut zerkleinert auf den Kompost und mischen Sie das Material gut durch.
Quelle:(mein schöner garten)

Die besten Gartentipps im Juni
Im Juni können Sie im Nutzgarten bereits das erste Obst ernten.

Im  Nutzgarten ist im Juni einiges zu tun. Neben dem Jäten, Schneiden und  Düngen können wir aber auch schon die ersten Früchte unserer Arbeit  ernten. In unseren Gartentipps für den Nutzgarten im Juni zeigen wir  Ihnen, welche Arbeiten diesen Monat erledigt werden sollten.

 
Baumscheiben freihalten
Gerade im Sommer konkurrieren Gräser und Unkräuter mit dem Baum um  Wasser und Nährstoffe. Ein dichter Bewuchs bis zum Stamm kann zudem die  gefürchtete Kragenfäule fördern. Halten Sie den Rasen  im Obstgarten deshalb möglichst kurz. Die Baumscheibe, also der Bereich  von 50 bis 100 Zentimeter Durchmesser rund um den Stamm, sollte frei  von Bewuchs bleiben. Eine Mulchschicht aus organischem Material (wie zum  Beispiel Gras- oder Rasenschnitt) verhindert, dass sich nach dem Jäten  erneut Unkräuter  breitmachen. Zudem hält sie den Boden gleichmäßig feucht und beugt dem  erneuten Einwachsen von Gräsern in die Baumscheibe vor. Frischen  Rasenschnitt nur dünn auftragen, dafür wöchentlich nachlegen. Unser  Gartentipp: Vor dem erstmaligen Verteilen ein bis zwei Handvoll Hornspäne ausbringen.

Obstbäume bei Trockenheit wässern
Obstbäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume  beispielsweise brauchen in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter  Wasser. Zusätzlich sollten Sie die Baumscheibe, also den unmittelbaren  Wurzelbereich, mit einer Abdeckung aus Rindenkompost vor Verdunstung  schützen. Im Fachhandel sind für diesen Zweck auch spezielle  Mulchscheiben aus Kokosfaser erhältlich. Sie haben den Vorteil, dass man  sie zum Wässern leicht entfernen kann.


 
Rosmarin stutzen
Wer die Triebspitzen seines Rosmarins  nicht ohnehin regelmäßig für die Küche verwendet, sollte die Pflanzen  nach der Blüte einmal kräftig stutzen. Lässt man Rosmarin frei wachsen,  verkahlt er von unten und wird unansehnlich. Auch stärkere Rückschnitte  bis ins ältere Holz haben jetzt im Frühsommer die größten  Erfolgsaussichten. Nach einem Verjüngungsschnitt im zeitigen Frühjahr  hingegen treiben die Sträucher oft nicht mehr aus. Das Gleiche gilt  übrigens auch für den Lavendel.


Rhabarber pflegen
Nach dem 21. Juni sollten Sie Rhabarberstängel nicht mehr ernten. Zum  einen sind sie nicht mehr so bekömmlich, zum anderen braucht der Rhabarber die verbliebenen Blätter, um sich zu regenerieren. Arbeiten Sie nach der letzten Ernte rund zwei bis drei Liter Kompost  flach in die Erde ein und entfernen Sie die jetzt entstehenden  Blütenstängel. Gartentipp: Die Blätter der letzten geernteten Stängel  eignen sich hervorragend zum Mulchen von Himbeeren oder Johannisbeeren.

 
Jetzt Johanniskraut ernten
Von Johanniskraut  gibt es mehrere Arten. Als Heilkraut wird ausschließlich  Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum) verwendet. Für wundheilendes  Johanniskraut-Öl erntet man die Blütenbüschel Ende Juni an einem  sonnigen Tag. Anschließend füllt man sie in lichtdurchlässige Gläser,  übergießt sie mit kalt gepresstem Olivenöl und lässt alles vier bis fünf  Wochen in der Sonne ziehen. Dabei gelegentlich den Deckel abnehmen,  damit Kondenswasser entweichen kann. Hat das Öl eine rubinrote Farbe  angenommen, siebt man die Blütenreste durch ein Tuch ab und füllt es in  braune Fläschchen. Wichtig: Mit dem Öl behandelte Hautstellen vor Sonne  schützen! Der Blattduft des Zitronen-Johanniskrauts (Hypericum hircinum)  erinnert an Melisse und Zitronen-Eukalyptus.  Aus den Blättern lässt sich ein wohlschmeckender Entspannungstee  zubereiten. Zudem ist die großblumige Art eine Zierde für jeden Garten.

Kompost: Kürbis als Schattenspender
Pflanzen Sie neben Ihren Kompostbehälter am besten ein bis zwei  Kürbispflanzen und leiten Sie die Triebe an den Seitenwänden hoch. Die  großen Kürbisblätter beschatten den Kompost  und sorgen bei kräftigen Regenfällen dafür, dass er nicht zu stark  vernässt. Mit dem nährstoffreichen Boden in Kompostnähe haben die  Pflanzen keine Probleme. Tipp: Wenn Sie möglichst große Kürbisse  ernten möchten, sollten Sie bei jeder Pflanze nur die ersten beiden  Früchte zulassen und alle anderen schon im Jugendstadium entfernen.

 
Tomaten ausgeizen
Tomaten  bilden in den Blattachseln sogenannte Geiztriebe, die Sie regelmäßig  ausbrechen sollten. Die unerwünschten Seitentriebe beanspruchen unnötig  viel Raum und sind sehr instabil, außerdem geht die höhere Blattmasse  auf Kosten der Fruchtqualität. Wer viele Früchte ernten will, für den  ist das Ausgeizen seiner Tomaten deshalb Pflicht. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist für die Fruchtbildung ebenfalls sehr wichtig.


Lange Freude an aromatischen Erdbeeren
Immertragende Erdbeersorten wie ‘Elan’ setzen bis zum Spätherbst neue  Blüten und Beeren an. Für diesen Kraftakt benötigen die Pflanzen  regelmäßige Nährstoffgaben. Arbeiten Sie deshalb alle 7 bis 14 Tage rund  um jede Staude einen Teelöffel organischen Beerendünger oberflächlich  in die Erde ein. Bei Topf- oder Ampelpflanzen soll der Ballen nicht  völlig austrocknen.

 
Buschbohnen für die Spätsommer-Ernte
Anders als Stangenbohnen, die spätestens Ende Mai ausgesät werden sollten, können Sie sich bei rasch wachsenden Buschbohnen  noch den ganzen Juni Zeit lassen. Säen Sie in Reihen mit 40 Zentimeter  Abstand und legen Sie alle zwei bis drei Zentimeter jeweils einen Samen  in die circa drei Zentimeter tiefen Rillen. Bei der Horstsaat werden  alle fünf bis acht Zentimeter jeweils drei bis fünf Samen abgelegt.  Anschließend mit Erde abdecken und anfeuchten.

 
Letzte Spargel-Ernte
Spätestens am Johannistag (24. Juni) sollten Sie Ihr Spargelbeet zum  letzten Mal beernten – bei frühen Sorten ist sogar schon Mitte des  Monats Schluss. Danach lässt man den Spargel frei wachsen, damit die  Pflanzen sich regenerieren können und auch in der nächsten Saison wieder  hohe Erträge bringen. Eine Gabe Hornmehl unterstützt den  Regenerations-Prozess.
Quelle: mein schöner Garten

Nutzgarten: Die wichtigsten Gartentipps im Mai

Auspflanzen, düngen und hacken: In unseren Gartentipps für den Nutzgarten im Mai lesen Sie, was in diesem Monat zu tun ist.
Inunseren Gartentipps für den Nutzgarten im Mai haben wir die wichtigsten  Gartenarbeiten für diesen Monat aufgelistet. Im Mai legt man im  Nutzgarten den Grundstein für eine erfolgreiche Obst- und Gemüseernte.  Denn sobald die Eisheiligen  vorbei sind und kein Bodenfrost mehr droht, dürfen endlich auch  wärmeliebende Pflanzen ins Freie umziehen und viele Arten können jetzt  direkt ins Freiland ausgesät werden. Bei Kiwi, Himbeere und Co. stehen  im Mai die ersten Pflegemaßnahmen an.
 
Paprika und Chili abhärten
Damit sich die wärmeverwöhnten Setzlinge von Paprika und feurigen Chilis  akklimatisieren können, bringt man sie ab Anfang Mai tagsüber an einen  vor Wind und Regen geschützten Platz, zum Beispiel auf den Balkon oder  die Terrasse.  In den ersten Tagen ist lichter Schatten besser als ein vollsonniger  Platz, sonst verbrennen die weichen Blätter. Mitte Mai dürfen die  Pflanzen ins Beet umziehen.

Gartentipps zum Auspflanzen von Paprika und Tomaten
Paprika und Tomaten  sollten erst ins Freiland gepflanzt werden, wenn kein Frostrisiko mehr  besteht und sich der Boden auf mindestens 15 Grad Celsius erwärmt hat.  Bereiten Sie das Beet schon ein oder zwei Wochen vor der Pflanzung vor:  Dazu die Erde tief lockern und pro Quadratmeter drei bis fünf Liter Kompost (ersatzweise organischen Dünger, beispielsweise Oscorna Animalin) einarbeiten. Tipp: dem Kompost eine gute Handvoll Gesteinsmehl oder Algenkalk  beimischen. Beim Pflanzen nochmals etwas reifen Kompost in das  Pflanzloch geben und die Tomaten mindestens fünf bis sechs Zentimeter  tiefer setzen, als sie im Topf gestanden haben (Abstand: 50 bis 60  Zentimeter). Den Mitteltrieb sofort an Spiralstäben aufleiten und  gründliches Angießen nicht vergessen.
Ersten Blütenflor bei Monatserdbeeren auskneifen
Mehrmals tragende Garten-Erdbeeren sind weniger verbreitet. Sie  tragen im Juni/Juli die ersten Früchte und legen nach einer Ruhepause im  Spätsommer/Herbst noch einmal nach. Während die erste Ernte oft  reichlich ausfällt, erscheinen die späten Früchte meist nur vereinzelt.  Die Erdbeeren  sind in der Regel kleiner, dafür aber aromatischer als die Früchte der  einmal tragenden Sorten. Größere Früchte ernten Sie nur dann, wenn Sie  den ersten Fruchtbehang bereits im Mai so stark ausdünnen, dass pro  Fruchttrieb nur fünf bis sechs Erdbeeren übrig bleiben.
Radieschen wachsen rasant und sind viel leichter zu ziehen als Rettiche. Säen Sie laufend im Abstand von ein bis zwei Wochen in ein sonniges bis halbschattiges Beet mit feuchter, feinkrümeliger Erde (Abstand 2,5 Zentimeter), dann haben Sie die ganze Saison über genügend Nachschub. Wegen der kurzen Kulturdauer sind Fruchtfolgeprobleme nicht zu befürchten – deshalb können Sie problemlos Erntelücken nutzen, die Kresse oder Kohlrabi hinterlassen. Weiterer Gartentipp: Spinat und Salat als Beetpartner vertreiben Erdflöhe und verhindern so den lästigen Lochfraß der winzigen Tierchen an den Blättern.
Porree und Rosenkohl pflanzen
Im Mai werden Porree und Rosenkohl  für die Winterernte gepflanzt. Achten Sie bei diesen Pflanzen auf einen  Standortwechsel. Besonders beim Rosenkohl ist es wichtig, dass er nicht  in einem Beet steht, das im Vorjahr auch mit Kohl bestellt wurde. Grund  ist die Kohlhernie, eine Pilzinfektion, die sich über den Boden überträgt.

Reihensaaten ausdünnen
Dünnen Sie in Reihen ausgesätes Gemüse wie Möhren, Mangold und  Pastinaken  bei Bedarf rechtzeitig aus, damit die einzelnen Pflanzen mehr Platz  haben, um sich zu entwickeln. Lassen Sie jeweils nur die stärksten  Jungpflanzen stehen.

Bohnen aussäen
Warten Sie mit der Aussaat von Buschbohnen und Stangenbohnen,  bis die Bodentemperatur auch nachts über zehn Grad Celsius liegt. Für  höher gelegene Regionen sind schwarzsamige Sorten (zum Beispiel ‘Negra’)  gut geeignet. Sie keimen meist zuverlässiger als weiße Bohnenkerne.  Unser Gartentipp: Säen Sie zwischen den Bohnenreihen das einjährige  Bohnenkraut aus. Es steigert das Aroma der Bohnen, wehrt Blattläuse ab und eignet sich gut zum Verfeinern von Bohnengerichten. Auch das mehrjährige Bergbohnenkraut erfüllt diese Zwecke. Es sollte aber am Beetrand ausgepflanzt werden, da es breite Polster bildet.

Schutz vor Maden und Raupen an Gemüse
Möhrenfliegen, Kohlfliegen und Bohnenfliegen  können viel Schaden in Ihren Gemüsebeeten anrichten. Decken Sie deshalb  gefährdete Beete lückenlos mit Gemüsefliegennetzen oder -vliesen ab. So  verhindern Sie, dass Falter oder Fliegen ihre Eier ablegen können.

Gurken mulchen
Mit einer Mulchschicht aus Stroh oder gehäckselten Gartenabfällen gedeihen die in Töpfen vorgezogenen Gurken  im Freiland viel besser. Schwarze Mulchfolie ist zwar wenig attraktiv,  der Ertrag lässt sich damit aber weiter steigern, denn die  Bodentemperatur ist darunter deutlich erhöht.

Spalierobst: Seitentriebe entspitzen
Wenn Sie Äpfel oder Birnen als Spalierbäume  ziehen, sollten Sie bereits im Mai die Seitentriebe der waagerecht  wachsenden Fruchttriebe auf vier bis sechs Blätter zurückschneiden. Auf  diese Weise vermeiden Sie lange, senkrecht aufstrebende Wasserschosse  und fördern die Fruchtholzbildung.

Johannisbeeren mulchen
Johannisbeeren  benötigen einen gleichmäßig feuchten, humusreichen Boden. Sind diese  Bedingungen nicht gegeben, werfen die Pflanzen oft einen großen Teil  ihrer Fruchtansätze ab. Stickstoffreiche Dünger und Wurzelverletzungen  fördern ebenfalls dieses sogenannte Verrieseln. Damit die Beeren gut  ausreifen, sollten Sie den Wurzelbereich Ihrer Johannisbeeren nicht  hacken, sondern mit einer dünnen Mulchschicht bedecken und bei  Trockenheit zusätzlich wässern.

Kirschfruchtfliege bekämpfen
Beim Farbumschlag der Kirschen von Grün nach Gelb im Mai legen die Weibchen der Kirschfruchtfliege  jeweils ein Ei in die Frucht, aus dem nach etwa einer Woche eine weiße,  beinlose Larve schlüpft. Zum Abfangen der Weibchen kann man auf die  Südseite der Kirschbäume mehrere klebrige Gelbfallen aufhängen,  bevorzugt im äußeren Kronenbereich. Entfernen Sie die Gelbtafeln  zum Schutz von Nützlingen später jedoch wieder. Unser Gartentipp für  kleinkronige Bäume: Diese schützt man vor einer Eiablage des Schädlings  auch durch eine Umhüllung mit einem engmaschigen Netz.  Pflanzenschutzmittel stehen für die Bekämpfung nicht zur Verfügung.
Quelle: mein schöner Garten

Empfehlungen aus dem MEIN SCHÖNER GARTEN-Shop


Die besten Gartentipps im April


Ob Aussaat oder Pflanzung: In unseren Gartentipps für den Nutzgarten im  April verraten wir Ihnen, was in diesem Monat zu tun ist.

Nutzgärtner haben im April bereits alle Hände voll zu tun. Denn in  diesem Monat wird fleißig ausgesät und gepflanzt und damit der  Grundstein für eine erfolgreiche Saison im Nutzgarten gelegt. In unseren  Gartentipps verraten wir, was zu tun ist.

Petersilienwurzel aussäen
Los geht es bei unseren Gartentipps im April mit der Petersilienwurzel. Sie ist weniger bekannt als die Blattpetersilie. Die weißen Wurzeln werden oft mit Pastinaken  verwechselt, sind aber kleiner. Sie verleihen Suppen und  Gemüsegerichten ein mildes Petersilien-Aroma. Die Sorte ‘Berliner’  entwickelt glatte, leicht zu schälende Wurzeln mit dünner Haut. Säen Sie  die Wurzelpetersilie Mitte bis Ende April, wenn der Boden gut  abgetrocknet ist, in ein sonniges Beet mit humusreicher Erde. Stehen die  jungen Pflänzchen zu dicht, sollten Sie sie auf einen Abstand von fünf  bis acht Zentimetern vereinzeln. Wichtig: Während der Hauptwachstumszeit  der Wurzeln, also ab Anfang bis Mitte Juni, muss großzügig gewässert  werden!

Bohnen vorziehen
Buschbohnen und Stangenbohnen  sind kälteempfindlich, daher empfiehlt sich vor allem in rauen Lagen  die Vorkultur in Töpfen. Setzen Sie die jungen Pflanzen ab Anfang Mai  unter Vlies samt Topfballen ins Gemüsebeet – am besten in Mischkultur  mit Zuckermais. Die Vorteile der frühen Anzucht: Sie können früher  ernten und die Jungpflanzen sind vor Bohnenfliegen und Schnecken sicher.

Salat aussäen
Salatpflanzen haben eine relativ kurze Kulturzeit. Wenn Sie jetzt die  ersten selbst gezogenen Jungpflanzen ins Beet umgesetzt haben, sollten  Sie gleich die nächsten Salatsamen aussäen – so können Sie die ganze  Gartensaison hindurch frischen Salat ernten.

Tomaten pikieren






Obstgehölze düngen
Obstbäume und Beerensträucher sind dankbar für eine Nährstoffgabe im  Frühling. Deshalb lautet einer unserer Gartentipps: Streuen Sie  spätestens Anfang April auf jeder Baumscheibe etwa drei Liter Kompost  pro Quadratmeter aus. Kompost  ist als Dünger für Obstgehölze ideal, da er viel Kalium und Kalzium  liefert – Nährstoffe, die für die Fruchtbildung besonders dringend  gebraucht werden. Eine Ausnahme sind Heidelbeeren: Sie vertragen als Moorbeetpflanzen keinen Kompost.
Gartentipps zur Pflanzung von Johannisbeeren

Setzen Sie Johannisbeeren  so tief, dass der Wurzelballen fünf Zentimeter mit Erde bedeckt ist.  Dadurch wird die Bildung neuer Ruten aus dem Wurzelbereich angeregt.  Wenn Sie mehrere Johannisbeeren am Spalier ziehen  möchten, pflanzen Sie die Sträucher so hoch, dass der Wurzelballen mit  der Erdoberfläche abschließt, denn es sollen nur wenig neue Zweige  gebildet werden. Beim Pflanzen lässt man nur die drei kräftigsten Triebe  stehen und fixiert sie fächerförmig an den Spanndrähten.

Gurken und Melonen rechtzeitig vorziehen
Gurken und Melonen reagieren empfindlich auf jede Störung im Wurzelbereich. Verzichten Sie bei der Vorkultur auf das übliche Umpflanzen (Pikieren)  der Sämlinge. Legen Sie pro Topf jeweils zwei bis drei Samen aus (circa  zwei Zentimeter tief). Nach dem Keimen sollten Sie nur die stärksten  Exemplare stehen lassen. Das Saatgut neuerer Snack- oder Minigurken ist  relativ teuer und ein Samentütchen enthält meist nur fünf Kerne. Ziehen  Sie die benötigten Jungpflanzen deshalb einzeln in kleinen Töpfen oder  Topfplatten vor. Grundsätzlich gilt: Warten Sie mit dem Auspflanzen ab,  bis die Setzlinge den Topf gut durchwurzelt haben.

Rettich aussäen
Rettiche  können Sie von Frühjahr bis Herbst anbauen – über den Erfolg  entscheidet aber die richtige Sortenwahl. Ab April können Frühlings- und  Sommerrettiche wie die roten, weißen und rosaroten Varianten der  beliebten Sorte ‘Ostergruß’ gesät werden.

Gartentipps zum Stecken von Zwiebeln
Weichen Sie Steckzwiebeln vor dem Pflanzen über Nacht in zimmerwarmem  Wasser ein. So bilden sie früher Wurzeln und fassen im Beet schneller  Fuß. Die Zwiebeln  werden gewöhnlich in Reihen gesteckt. Der Abstand zwischen den Reihen  sollte 15 bis 20 Zentimeter betragen. Sind alle Zwiebeln ausgebracht,  häufelt man die Reihen mit der Rückseite des Rechens etwas mit Erde an  und drückt sie dann fest an.

Kartoffeln pflanzen
In milden Regionen können Sie ab Anfang April Kartoffeln anbauen.  In Spätfrostlagen sollten Sie sicherheitshalber bis Mitte April warten.  Ein leichter Nachtfrost richtet allerdings an den jungen Pflanzen nicht  allzu viel Schaden an, da die Knollen anschließend gut wieder  durchtreiben. Legen Sie die Pflanzkartoffeln in maximal zehn Zentimeter  tiefe Erdmulden und halten Sie einen Pflanzabstand von etwa 30  Zentimetern in der Reihe und 40 Zentimetern zwischen den Pflanzreihen  ein. Wichtig: Vorgekeimte Kartoffeln vorsichtig mit Erde bedecken, damit die weichen Keime nicht abbrechen.
Quelle: mein schöner Garten





      Quelle: NDR
Die 3 wichtigsten Gartenarbeiten im März
Im März kann man im Garten endlich wieder richtig loslegen. Wir verraten Ihnen die drei wichtigsten Gartenarbeiten des Monats.

Wer auch in diesem Jahr eigenes Gemüse ernten oder sich an  einer üppigen Blütenpracht im Garten erfreuen möchte, kann dafür im März  den Grundstein legen. Im Ziergarten ist im März Pflanzzeit für viele  Gehölze und Stauden. Außerdem stehen diesen Monat noch die Aussaat von  Gemüse und Sommerblumen sowie die Teilung von Stauden auf der  To-do-Liste. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten 3 Gartenarbeiten auf einen  Blick und erklären, was dabei genau zu tun ist.
Bäume und Sträucher pflanzen
Das Frühjahr, insbesondere der März, ist neben dem Herbst  die klassische Pflanzzeit für Bäume und Sträucher. Die  Frühjahrspflanzung bietet sich besonders für größere Bäume an, die dann  bis zum Herbst ausreichend Zeit haben ein kräftiges Wurzelwerk zu  bilden. So kippen sie nicht gleich beim ersten Herbststurm wieder um.  Auch für frostempfindliche Gehölze wie Rhododendron, Kirschlorbeer oder Hortensie  bietet sich eine Pflanzung im Frühjahr an. Sie überstehen den Winter um  einiges besser, als wenn man sie im Herbst pflanzen würde.
Doch wer denkt, dass "Loch graben und Pflanze rein"  ausreicht, hat weit gefehlt. Zuerst sollten Sie sich sowohl über die  Standortansprüche des Gehölzes als auch über die vorhandenen  Bodenverhältnisse informieren. Ist der richtige Standort gefunden,  sollten Sie bei der Pflanzung darauf achten, dass das Pflanzloch etwa  doppelt so tief und breit wie der Wurzelballen des Bäumchens oder des  Strauches ist. So geben Sie den Wurzeln  die Möglichkeit, sich schön auszubreiten und anzuwurzeln. Lockern Sie  auch den Boden im Pflanzloch etwas auf. Die entnommene Erde mischen Sie  1:1 mit reifem Kompost oder Pflanzerde, um den Gehölzen einen guten  Start zu verschaffen. Setzen Sie den Wurzelballen mittig in das  Pflanzloch und füllen Sie den Zwischenraum mit etwas Erde auf. Danach  richten Sie den Baum oder Strauch gerade aus und füllen das Loch  vollständig mit Erde auf. Zum Schluss treten Sie die Erde rundherum fest  und gießen das frisch gepflanzte Gehölz gut an.
 

Nutzgärtner dürfen sich freuen: Im März stehen im Nutzgarten bereits  viele Gartenarbeiten an, denn die Natur ist endlich aus dem Winterschlaf  erwacht. Unsere Gartentipps für den Nutzgarten im März geben Ihnen  einen kleinen Überblick über die wichtigsten Gartenarbeiten in diesem  Monat – von der Gemüseaussaat über Obstbaumschnitt bis hin zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten ist alles dabei.
Salat auspflanzen und Pflücksalat aussäen
Je nach Witterung können Sie ab Mitte März die vorgezogenen  Salatpflanzen ins Freiland umsiedeln. Achten Sie darauf, die  Jungpflanzen nicht zu tief zu setzen, sonst werden sie anfällig für  Fäulnispilze und bilden keine Köpfe aus. Nach dem Pflanzen dürfen die  Salatpflanzen ruhig ein wenig wackelig stehen – der Stängel verfestigt  sich binnen weniger Tage und die Pflanzen wachsen dann aufrecht weiter.

Pflücksalat  lässt sich auf kleinen Beeten statt in Reihen auch breitwürfig aussäen.  Dabei streuen Sie die Samen einfach auf die unkrautfreie Erde und  harken sie anschließend leicht ein. Die ersten jungen Blätter werden wie  Schnittsalat  geerntet. Anschließend sollten Sie die Pflanzen allmählich auf 25 bis  30 Zentimeter Abstand ausdünnen und später als Pflücksalat verwenden.

Kräuter stutzen
Im zeitigen Frühjahr ist die beste Zeit, um ausdauernde Kräuter wie Thymian, Bohnenkraut, Salbei, Rosmarin  und Ysop zurückzuschneiden. Am besten kürzt man die meist an der Basis  verholzenden Pflanzen etwa ein bis zwei Drittel mit der Schere ein. Das  Resultat: Die Sträucher werden buschiger und bilden mehr würzige  Blätter.
Möhrensamen vorquellen lassen
Bevor Sie Möhren  aussäen, sollten Sie eine Tüte Möhrensamen mit einer Handvoll feuchtem  Sand mischen und die Samen in einem abgedeckten Gefäß bei  Zimmertemperatur drei Tage lang vorquellen lassen. Dadurch verkürzt sich  die Keimzeit im Beet um etwa eine Woche. Das Ganze hat noch einen  Vorteil: Das Samen-Sand-Gemisch verhindert eine zu dichte Aussaat im  Beet.
Heidelbeeren schneiden
Die dicksten und süßesten Früchte wachsen bei Kulturheidelbeeren  an den einjährigen Seitenzweigen. Schneiden Sie deshalb die verzweigten  Triebspitzen knapp über einem einjährigen Trieb ab. Zusätzlich bereits  vergreiste Astpartien, die nur noch kleine saure Beeren liefern, direkt  an der Triebbasis entfernen. Ziehen Sie dafür die entsprechende Zahl  junger, kräftiger Bodentriebe nach. Schwache Jungtriebe ebenfalls  herausschneiden. Unser Gartentipp: Sind nicht genug Bodentriebe  vorhanden, ältere Triebe auf Kniehöhe kappen. Diese bilden darauf wieder  junge, fruchtbare Seitenzweige.
Quelle: mein schöner Garten
Im Februar können Sie  bereits Boden und Beete vorbereiten, abgestorbene Teile von Frühblühern  und Stauden ausputzen und die ersten Sommerblumen aussäen. Welche  Gartenarbeiten im Ziergarten sonst noch auf der To-do-Liste stehen,  erfahren Sie in unseren Gartentipps.
Damit die neue Gartensaison ein voller Erfolg  wird, muss man schon jetzt im Februar aktiv werden. Wir verraten Ihnen  die drei wichtigsten Gartenarbeiten des Monats.

Zu den wichtigsten Gartenarbeiten im Februar zählt in  jedem Fall das Schneiden von Gehölzen. Auch wenn der Garten in diesem  Monat noch weitestgehend im Winterschlaf ruht, sollten genau jetzt  zumindest drei Gartenarbeiten erledigt werden, die für einen optimalen  Start in die nächste Saison sorgen. Neben dem Schnitt sollte im Februar  bereits ausgesät und der Staudengarten auf Vordermann gebracht werden.
Aussaat im Nutzgarten
Wer Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika und Chili selber ziehen möchte, kann bereits mit der Aussaat  beginnen. Entscheidend ist allerdings, dass die Licht- und  Temperaturbedingungen für die Anzucht stimmen. Ein beheiztes,  lichtdurchflutetes Gewächshaus  bietet die besten Bedingungen, um das wärmeliebende Gemüse zu  kultivieren. Aber auch unter einer transparenten Haube auf einer warmen  Fensterbank am Südfenster können die Samen erfolgreich keimen. Besonders  praktisch: Wenn Sie die Samenkörner einzeln in kleine Töpfe oder  Multitopfplatten aussäen, entfällt später das Pikieren der jungen Keimlinge.

Pflegearbeiten im Staudengarten
Im Staudengarten steht im Februar die  Pflanzenpflege ganz oben auf der Liste der Gartenarbeiten. Zum einen  sollten Sie bis Ende des Monats die alten Halme von Ziergräsern wie Chinaschilf, Federborstengras und Rutenhirse  entfernen. Dabei hat es sich bewährt, die Halme büschelweise  zusammenzunehmen und sie dann mit der Gartenschere oder einer Sichel  eine Handbreit über dem Boden abzuschneiden. Zum anderen empfiehlt es  sich, die Beete auszuputzen, indem man altes Laub und Samenstände vom  Vorjahr entfernt. Sobald es nicht mehr friert, können Sie Spätsommer-  und Herbstblüher wie Fetthenne, Sonnenhut oder Astern teilen. Das Teilen ist wichtig, um die Vitalität und Blühfreudigkeit der Stauden zu bewahren.
Winterschnitt bei Obst- und Ziergehölzen
Der Gehölzschnitt ist ein wichtiger Punkt,  wenn es um Gartenarbeiten im Februar geht. Für einige Zier- und  Obstgehölze ist der Spätwinter die ideale Zeit, um sie einzukürzen.  Schneiden Sie sommerblühende Sträucher wie Sommerflieder, Rispen- und Schneeball-Hortensie sowie Garten-Eibisch  an einem möglichst frostfreien Tag kräftig zurück. Nur so können sie  bis zum Sommer wieder lange neue Triebe mit reichlich Blüten daran  bilden. Wenn Sie mit dem Rückschnitt nicht zu lange warten, verschiebt  sich auch die Blütezeit der Gehölze nicht so weit in den Spätsommer.

Für Kernobst wie Apfel, Birne und Quitte  steht im Februar ebenfalls der Rückschnitt im Gartenkalender. Der  sogenannte Erhaltungsschnitt bremst übermäßiges Wachstum und fördert den  Fruchtansatz. Dabei schneidet man zunächst alle Konkurrenztriebe und  dann die senkrecht wachsenden Wasserschosse zurück. Zum Schluss wird  überhängendes Fruchtholz entfernt.
Quelle: mein schöner Garten
Nutzgarten: Die besten Tipps im Januar

Das erste Gemüse darf auf der Fensterbank vorgezogen werden. Was sonst  alles im Januar zu tun ist, lesen Sie in unseren Gartentipps für den  Nutzgarten.
Paprika fürs Gemüsebeet vorziehen
Paprika  entwickeln sich sehr langsam. Wer die Pflanzen selbst vorzieht, kann  unter unzähligen Sorten wählen. Für das Freiland eignen sich besonders  robuste, früh reifende, samenfeste Züchtungen wie ‘Roter Augsburger’ mit  süßen, spitzen Schoten. Eine Samentüte enthält mindestens zehn Samen.  Säen Sie direkt in kleine Einzeltöpfe oder in Saatschalen mit magerer Anzuchterde  oder Kräutererde und vereinzeln Sie die Sämlinge, sobald zwischen den  Keimblättern das erste echte Blatt erscheint. Zu Beginn sind  Temperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius erforderlich, später können Sie  die Pflänzchen etwas kühler stellen. An einem hellen, nicht in voller  Sonne liegenden Platz entwickeln sie sich kompakt und bilden einen  kräftigen Mitteltrieb. Halten Sie die Erde weiterhin feucht, aber nicht  zu nass, sonst faulen die zarten Wurzeln.
Quelle: mein schöner Garten

Erdbeeren für Nachzügler
Im Spätsommer gepflanzte Erdbeeren  brauchen jetzt ein wenig Pflege. Drücken Sie hochgefrorene Wurzelballen  behutsam in die Erde und entfernen Sie abgestorbene Blätter. Für eine  frühere Ernte das Beet zusätzlich mit Vlies abdecken. Wer die Pflanzung  im letzten Jahr versäumt hat, kann Ende Februar getopfte Erdbeeren  pflanzen. Das Beet sollten Sie schon jetzt vorbereiten, damit sich der  Boden gut absetzen kann. Dazu die Erde umgraben oder tief lockern und  anschließend Reifkompost oder gut verrotteten Rinderdung einarbeiten.  Wichtig: Erdbeeren nur alle drei bis vier Jahre wieder am selben Platz  anbauen.

Obstbäume schneiden
Bei Tauwetter können Sie mit dem Schnitt der Obstbäume fortfahren. Vor allem Kernobst wie Äpfel, Birnen  und Quitten wird jetzt geschnitten. Eine sorgfältige Behandlung  größerer Schnittwunden verhindert das Eindringen von holzzerstörenden  Pilzen und Bakterien. Schneiden Sie die Ränder von Sägewunden mit einem  scharfen Messer glatt, wischen Sie die Wunden mit einem alten Handtuch  trocken und tragen Sie anschließend mit einem Pinsel ein  Wundverschlussmittel auf.

Maßnahmen gegen Obstbaumkrebs
Der vor allem an Äpfeln auftretende Obstbaumkrebs  wird durch einen Pilz verursacht. Der Erreger (Nectria galligena)  dringt meist im Spätherbst oder Winter über Wunden und Knospen ein und  zerstört das Rindengewebe. Befallene Zweige und dünnere Äste sollten Sie  frühzeitig entfernen. Bei dickeren Ästen ist dies oft nicht möglich,  ohne die Krone zu verunstalten. Schneiden Sie kranke Rindenpartien  großzügig aus und behandeln Sie die Ränder der Schnittstellen mit  fungizidhaltigem Wundverschlussmittel.
Quelle: mein schöner Garten


Ein Drittel „Kleingärtnerische Nutzung“ – Vorschriften und Tipps     
In privaten Gärten schreibt niemand vor, was dort angepflanzt werden soll. Die Eigentümer sind frei, nach eigenem Gusto zu gärtnern, egal ob  die Selbstversorgung mit Gemüse, der Zierwert oder die Nutzung als Freizeitgelände im Vordergrund steht. Anders sieht es in Kleingartenanlagen aus („KGA“), die dem Bundeskleingartengesetz unterliegen.  In ihren Pachtparzellen ist „ein Drittel kleingärtnerische  Nutzung“ Pflicht. Aber was ist das genau und wie bekommt man es auch  mit weniger Zeit hin?
 
Die Sinnfrage: Warum gibt es diese Vorschrift?
Gemäß §1 des Bundeskleingartengesetzes (BKleingG) ist ein Garten nur dann ein Kleingarten im Sinne des Gesetzes, der „zur  nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und zur Erholung dient“.  Ursprünglich war in dieser Zweckbestimmung die „Erholung“ nicht enthalten, doch wurde sie eingeführt, nachdem die allgemeine Ernährungsversorgung besser geworden war und auch weniger reiche Bevölkerungsschichten auf die gärtnerische Selbstversorgung nicht mehr angewiesen waren.
Dennoch muss die kleingärtnerische Nutzung noch immer den Kleingarten „wesentlich mitprägen“, denn nur so lassen sich die Einschränkungen des  Grundstückseigentümers (geringe Pacht, Beschränkung der Kündigungsmöglichkeiten) aus der grundgesetlichen „Sozialbindung des Eigentums“ rechtfertigen. Auf gut Deutsch: Erholen kann man sich auch anderweitig, dafür ist ein eigener Kleingarten nicht zwingend nötig. Wohl aber braucht es ihn, sofern man Obst und Gemüse zum Eigenverbrauch  anbauen will oder muss (so zuletzt entschieden vom BGH am 17.Juni 2004)

Kleingärtnerische Nutzung – immer ein Drittel?
Seit dem genannten Gerichtsurteil ist das „Drittel kleingärtnerische Nutzung“ weitgehend unumstritten. Wer also einen Kleingarten von z.B. 420 Quadratmetern besitzt, muss 140 Quadratmeter kleingärtnerisch nutzen. Allerdings gibt es Ausnahmen, die der BGH im o.g. Urteil ebenfalls benannt hat:
„Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, daß der  Kleingartencharakter ein er Anlage in Einzelfällen auch dann besteht,  wenn die Nutzbepflanzung weniger als ein Drittel der Flächen in Anspruch  nimmt. Dies ist beispielsweise denkbar, wenn die Gartenparzellen  atypisch groß sind und die Bewirtschaftung eines Drittels ihrer Flächen  als Nutzgärten in der Freizeit ausgeschlossen erscheint. Auch  topographische Besonderheiten oder eine Bodenqualität, die in Teilen den  Anbau von Nutzpflanzen nicht zuläßt, können eine vom Regelfall  abweichende Beurteilung tragen.“
Tipps für die Umsetzung
Wie man sieht, ist es gar nicht so schwer, den Anforderungen zu entsprechen: Obstbäume und Beerensträucher, sowie die „Nutzpflanzen für  die Tierwelt“ bringen erheblichen Quadratmetergewinn und machen nicht viel Arbeit. (Nutzpflanzen für die Tierwelt sind z.B. Sträucher, deren Beeren für uns nicht essbar sind, die aber von Vögeln gerne genommen werden.) Auf den Beetflächen kann man bis zur Hälfte Sommerblumen, Erdbeeren und Kräuter anpflanzen, die ebenfalls wenig Aufwand verursachen. Bleiben etwas mahr als 5% (=überwiegend) Gemüsebeete.
Wer auch auf den Beeten möglichst „arbeitsarm“ vorgehen will, dem  seien z.B. die sonnenblumenartigen Topinambur empfohlen: die kartoffelähnliche Knolle schmeckt gut und braucht bis zum späten Herbst,  bis die Knollen erntereif sind. Den ganzen Winter über kann geerntet  werden und im Folgejahr kommen die Gewächse von selber wieder, da man es  nie schafft, alle aus dem Boden zu holen. (Allenfalls wird eine  Wurzelsperre benötigt, damit sie sich nicht per Wurzelausleger zum  Nachbarn hin ausbreiten.) Auch ein großer Kürbis breitet sich im Lauf seines Wachstums ganz eigendynamisch über mehrere Quadratmeter aus, die  somit ordentlich kleingärtnerisch genugzt sind! Man muss nur gelegentlich die Triebe in die richtige Richtung legen.
Aber Achtung: Monokulturen sind natürlich auch nicht erlaubt, denn es  ist ja die Vielfalt der kleingärtnerischen Nutzung, die in den  Vorschriften und Satzungen gefordert wird! Viele Gartenfreunde pflanzen  Tomaten, Zucchini, Salate und Kräuter an, womit die „gut 5%“ locker  erreicht werden. Es macht ja auch Spass, Gemüse aus dem eigenen Garten  erntene zu können, das auf jeden Fall frischer und oft auch  wohlschmeckender und gesünder ist als das aus Supermarkt. Ökologischer  ist es auf jeden Fall, denn lange Transportwege werden vermieden.
(Quelle : GartenHaus Magazin)
Die besten Gartentipps im Juni
Im Juni können Sie im Nutzgarten bereits das erste Obst ernten. In unseren Gartentipps geben wir Ihnen einen Überblick, was diesen Monat sonst noch zu tun ist.

Baumscheiben freihalten
Gerade im Sommer konkurrieren Gräser und Unkräuter mit dem Baum um  Wasser und Nährstoffe. Ein dichter Bewuchs bis zum Stamm kann zudem die gefürchtete Kragenfäule fördern. Halten Sie den Rasen  im Obstgarten deshalb möglichst kurz. Die Baumscheibe, also der Bereich  von 50 bis 100 Zentimeter Durchmesser rund um den Stamm, sollte frei  von Bewuchs bleiben. Eine Mulchschicht aus organischem Material (wie zum  Beispiel Gras- oder Rasenschnitt) verhindert, dass sich nach dem Jäten  erneut Unkräuter  breitmachen. Zudem hält sie den Boden gleichmäßig feucht und beugt dem  erneuten Einwachsen von Gräsern in die Baumscheibe vor. Frischen  Rasenschnitt nur dünn auftragen, dafür wöchentlich nachlegen. Unser  Gartentipp: Vor dem erstmaligen Verteilen ein bis zwei Handvoll Hornspäne ausbringen.

Obstbäume bei Trockenheit wässern
Obstbäume müssen bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden, sonst bleiben die Früchte klein oder fallen vorzeitig ab. Apfelbäume  
beispielsweise brauchen in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter  Wasser. Zusätzlich sollten Sie die Baumscheibe, also den unmittelbaren  Wurzelbereich, mit einer Abdeckung aus Rindenkompost vor Verdunstung  schützen. Im Fachhandel sind für diesen Zweck auch spezielle  Mulchscheiben aus Kokosfaser erhältlich. Sie haben den Vorteil, dass man  sie zum Wässern leicht entfernen kann.

Kleingärtnerische Nutzung ganz konkret
Wie der Begriff „Kleingärtnerische Nutzung“ nun im Detail zu interpretieren ist, sehen die verschiedenen Landesverbände der Kleingärtner durchaus unterschiedlich. Gelegentlich gehen die Festlegungen über das hinaus, was der BGH fordert – ob sie das auch dürfen, bzw. welche Folgen es hat, wenn dem von einzelnen Kleingartenvereinen oder Pächtern nicht entsprochen wird, werden ím Zweifel erst weitere Gerichtsurteile zeigen. Will man keinen Ärger haben, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Vorgaben des eigenen Landesverbandes und die jeweilige Vereinssatzung zu beachten!
Allgemein gesichert ist auf jeden Fall: ein Kleingarten, der nur  Ziersträucher und Rasenflächen bietet, ist NICHT kleingärtnerisch  genutzt! Zum „Drittel kleingärtnerische Nutzung“ zitieren wir hier  beispielhaft die Vorgaben des Berliner Landesverbandes der Gartenfreunde:
„Kriterien der nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung als Teil kleingärtnerischer Nutzung im
Sinne von § 1 des Unterpachtvertrages sind Beetflächen, Obstbäume/Beerensträucher sowie Flächen, die ausschließlich der Unterstützung dieser Bereiche dienen. Dabei muss der Obst- und Gemüseanbau als Abgrenzung zu anderen Gartenformen dem Kleingarten das Gepräge geben und mindestens ein Drittel der Gartenfläche betragen. In diesem Sinne gehören:
  • zu den Beetflächen: Ein- und mehrjährige Gemüsepflanzen und Feldfrüchte, Kräuter und Erdbeeren, Sommerblumen,
  • zu den Obstbäumen/Beerensträuchern: *Obstbäume, Beerensträucher, Rankgewächse sowie Nutzpflanzen für die Tierwelt,
  • zu den kleingärtnerischen Sonderflächen: Gewächshäuser, Frühbeete, Kompostanlagen.
Beetflächen, die mindestens 10 % der Gartenfläche einnehmen müssen,  sind flächenmäßig überwiegend als Gemüsebeete zu gestalten. Sie können teilweise oder ganz in Form von Hochbeeten angelegt sein und dies insbesondere in Abhängigkeit von der Bodenqualität (Schadstoffbelastungen).“
Wieviel Quadratmeter für Bäume und Sträucher jeweils berechnet  werden, gibt der Verband ebenfalls vor´, nämlich 10 m² bis Halbstamm, 5  m² bis Viertelstamm/Spindel und je Beerenstrauch 2 m².
Siehe dazu auch die Infos zur „Integrierten kleingärtnerische Nutzung“ auf Mein Naturgarten – der Kleingarten als Biotop.
Wer auch auf den Beeten möglichst „arbeitsarm“ vorgehen will, dem  seien z.B. die sonnenblumenartigen Topinambur empfohlen: die kartoffelähnliche Knolle schmeckt gut und braucht bis zum späten Herbst,  bis die Knollen erntereif sind. Den ganzen Winter über kann geerntet  werden und im Folgejahr kommen die Gewächse von selber wieder, da man es  nie schafft, alle aus dem Boden zu holen. (Allenfalls wird eine  Wurzelsperre benötigt, damit sie sich nicht per Wurzelausleger zum  Nachbarn hin ausbreiten.) Auch ein großer Kürbis breitet sich im Lauf seines Wachstums ganz eigendynamisch über mehrere Quadratmeter aus, die  somit ordentlich kleingärtnerisch genugzt sind! Man muss nur gelegentlich die Triebe in die richtige Richtung legen.

Kleingärtnerische Nutzung ganz konkret
Wie der Begriff „Kleingärtnerische Nutzung“ nun im Detail zu interpretieren ist, sehen die verschiedenen Landesverbände der Kleingärtner durchaus unterschiedlich. Gelegentlich gehen die Festlegungen über das hinaus, was der BGH fordert – ob sie das auch dürfen, bzw. welche Folgen es hat, wenn dem von einzelnen Kleingartenvereinen oder Pächtern nicht entsprochen wird, werden ím Zweifel erst weitere Gerichtsurteile zeigen. Will man keinen Ärger haben, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Vorgaben des eigenen Landesverbandes und die jeweilige Vereinssatzung zu beachten!
Allgemein gesichert ist auf jeden Fall: ein Kleingarten, der nur  Ziersträucher und Rasenflächen bietet, ist NICHT kleingärtnerisch  genutzt! Zum „Drittel kleingärtnerische Nutzung“ zitieren wir hier  beispielhaft die Vorgaben des Berliner Landesverbandes der Gartenfreunde:
„Kriterien der nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung als Teil kleingärtnerischer Nutzung im
Sinne von § 1 des Unterpachtvertrages sind Beetflächen, Obstbäume/Beerensträucher sowie Flächen, die ausschließlich der Unterstützung dieser Bereiche dienen. Dabei muss der Obst- und Gemüseanbau als Abgrenzung zu anderen Gartenformen dem Kleingarten das Gepräge geben und mindestens ein Drittel der Gartenfläche betragen. In diesem Sinne gehören:
  • zu den Beetflächen: Ein- und mehrjährige Gemüsepflanzen und Feldfrüchte, Kräuter und Erdbeeren, Sommerblumen,
  • zu den Obstbäumen/Beerensträuchern: *Obstbäume, Beerensträucher, Rankgewächse sowie Nutzpflanzen für die Tierwelt,
  • zu den kleingärtnerischen Sonderflächen: Gewächshäuser, Frühbeete, Kompostanlagen.
Beetflächen, die mindestens 10 % der Gartenfläche einnehmen müssen,  sind flächenmäßig überwiegend als Gemüsebeete zu gestalten. Sie können teilweise oder ganz in Form von Hochbeeten angelegt sein und dies insbesondere in Abhängigkeit von der Bodenqualität (Schadstoffbelastungen).“
Wieviel Quadratmeter für Bäume und Sträucher jeweils berechnet  werden, gibt der Verband ebenfalls vor´, nämlich 10 m² bis Halbstamm, 5  m² bis Viertelstamm/Spindel und je Beerenstrauch 2 m².
Siehe dazu auch die Infos zur „Integrierten kleingärtnerische Nutzung“ auf Mein Naturgarten – der Kleingarten als Biotop.
Wer auch auf den Beeten möglichst „arbeitsarm“ vorgehen will, dem  seien z.B. die sonnenblumenartigen Topinambur empfohlen: die kartoffelähnliche Knolle schmeckt gut und braucht bis zum späten Herbst,  bis die Knollen erntereif sind. Den ganzen Winter über kann geerntet  werden und im Folgejahr kommen die Gewächse von selber wieder, da man es  nie schafft, alle aus dem Boden zu holen. (Allenfalls wird eine  Wurzelsperre benötigt, damit sie sich nicht per Wurzelausleger zum  Nachbarn hin ausbreiten.) Auch ein großer Kürbis breitet sich im Lauf seines Wachstums ganz eigendynamisch über mehrere Quadratmeter aus, die  somit ordentlich kleingärtnerisch genugzt sind! Man muss nur gelegentlich die Triebe in die richtige Richtung legen.

     

  


Bienenfreundliche Sommerblumen aussäen
Um Bienen etwas Gutes zu tun, können Sie im Mai Sommerblumen wie das beliebte Schmuckkörbchen ins Freie säen
Nach  den Eisheiligen ist ebenfalls der ideale Zeitpunkt, um  bienenfreundliche Sommerblumen wie Schmuckkörbchen, Kornblumen,  Ringelblumen,  Kapuzinerkresse und Sonnenblumen ins Freiland zu säen.  Mit ihnen können  Sie auch gezielt Lücken in einem sonnigen, warmen  Blumenbeet füllen.  Lockern Sie den Boden zunächst, entfernen Sie  jegliches Unkraut und  reichern Sie die durchgeharkte Erde mit reifem  Kompost an.
Das   Saatgut wird am besten mit einem Brett leicht angedrückt und dünn mit   Erde bedeckt. Halten Sie die Samen nach dem Aussäen bis zur Keimung gut   feucht – idealerweise mithilfe einer Brause. Bereits nach wenigen  Wochen  sprießen die Sommerblumen in die Höhe und bezaubern mit ihren   leuchtenden Blüten. Haben Sie die Jungpflanzen bereits vorgezogen,   kommen sie jetzt ebenfalls ins Freie. Wer genug Platz hat, kann im Mai   auch eine ganze Blumenwiese anlegen.
(Quelle: Mein schöner Garten)


Bauernjasmin kann jetzt noch geschnitten werden
Im Frühsommer ist er schwer zu ignorieren, denn dann verströmen die Blüten des Bauernjasmins (botanisch: Philadelphus coronarius) einen intensiven schweren Jasminduft.Jetzt, vor der Blüte, ist die richtige Zeit, den schnell wachsenden Strauch zu schneiden. Dabei sollte jedoch nur ausgelichtet und nicht komplett zurückgeschnitten werden. Alte Äste werden so durch Neutriebe ersetzt.
Der pflegeleichte Bauernjasmin wächst in fast jedem Boden, ein nährstoffreicher, leicht lehmiger Boden gefällt ihm jedoch besonders. Ob Sonne oder Halbschatten, das spielt keine Rolle, nur allzu dunkel sollte es nicht sein. Da der süße Duft der Blüten nicht nur Menschen betört, sondern auch viele Insekten anzieht, ist er für naturnahe Gärten besonders gut geeignet. Einziger Nachteil: Auch Blattläuse lieben den Bauernjasmin. Um sie in Schach zu halten, kann ein umgedreht aufgehängter Blumentopf gefüllt mit Holzwolle helfen. Hier ziehen gern


Obstbäume schneiden - Teil 1 & 2: Grundlagen

Die fünf Filme der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigen anschaulich, wie man einen Obstbaum richtig schneidet. Im ersten Teil werden die Grundlagen des Schnittes und die nötigen Werkzeuge erklärt.
Der zweite Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie man einen Baum richtig pflanzt und den Pflanzschnitt ausführt.
Der dritte Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie man einen jungen Baum schneidet, damit er eine stabile Krone aufbaut.
Der vierte Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie man einen alten Baum schneidet, damit er vital bleibt.
Der fünfte Teil der Reihe "Obstbäume schneiden" zeigt, wie und warum man Obstbäume auch im Sommer schneidet.
Obstbäume schneiden - Teil 3 & 4: Grundlagen
Obstbäume schneiden - Teil 5: Grundlagen
An Gartenteich und Sumpfbeet finden sich Nektarfutterpflanzen und Ei­ab­la­ge­plätze zugleich. Und hat der Garten noch unversiegelte Wege und natürliche Wegränder, die mit Thymian, Lavendel und Bartnelke bepflanzt sind, existieren fast schon ideale Bedingungen für Schmet­ter­linge. Solche naturbelassenen Areale sind im Kleingärtnerverein natürlich am besten im Rahmen- oder Gemeinschaftsgrün aufgehoben. Der eigene Garten kann - neben Obst und Gemüse mit Stauden, Kräutern und Einjährigen zum Schmet­ter­lings­pa­ra­dies gestaltet werden. Bunt gemischte Staudenbeete sind ein Anziehungspunkt für viele Nektarsammler. Salbei, Wollziest und auch Beetrosen mit ungefüllten Blüten stehen bei Faltern und anderen nektarsuchenden Insekten hoch im Kurs.
Schmetterlinge haben die längsten Saugrüssel in der Klasse der Insekten. Damit gelangen sie auch an tiefer gelegene Nektarien langer Röhrenblüten oder in Blü­ten­sporne. Lebhaft gefärbte und duftende Blüten locken Tagfalter besonders an. Waagerechte Landeflächen, wie sie die Blüten von Phlox oder Impatiens werden gern besucht. Obwohl nicht heimisch, hat sich die Buddleja als besonderer Schmet­ter­lings­mag­net erwiesen. Sie trägt ihren deutschen Namen – Schmetterlingsstrauch – nicht zu Unrecht. Aber auch Prachtscharte, Schnee-Felbrich, Zierlauch-Arten, Wasserdost, Flockenblume, Margerite, Kugeldistel, Lavendel und Fetthenne ziehen die bunten Flatterer magisch an.
Der Schmetterlingsgarten



Admiral, Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs sind gern gesehene Gäste in unseren Gärten. Damit sie sich dort auch einfinden, müssen geeignete Pflan­zen angebaut werden. Mit einem naturnahen Garten werden heimische Schmet­ter­linge am meisten gefördert. Naturnah bedeutet vor allem, möglichst viele heimische Pflanzen anzubauen. Ob Bäume oder Sträucher, Blumen oder Gräser – die hiesige Flora bietet Faltern und vor allem ihren Raupen eine entscheidende Lebensgrundlage.
Benötigt werden viele unterschiedliche Lebensräume mit heimischen Wildpflanzen: Wildgehölz-Hecken und Kleingehölze bringen Vielfalt für strauchnutzende Arten, blü­ten­rei­che Blumenrasen versorgen Tagfalter mit Nektar. Die Blumenwiese oder - in kleiner Version - ein Wildblumenbeet mit ausgesuchten Wildpflanzen locken viele Tagfalter-Arten an.

Nachtaktive Falter sind dagegen auf Blüten fixiert, die durch helle Farben oder intensiven Duft auffallen, etwa Nachtviole, Geißblatt, Nachtkerze, Wunderblume oder Ziertabak. Ein kleiner Tipp für Naturbeobachter: Wer die bunten Gaukler beim Kaf­fee­trin­ken um sich haben möchte, pflanzt Schmetterlingsstauden am besten direkt am Sitzplatz.











Bunte Bienenfütterung
 
Frühblüher machen Laune – und helfen den Bienen
Krokusse, Osterglocken und Co. sorgen mit ihren bunten Blüten  nicht nur für Frühlingsstimmung. Sie sind auch wichtige Nahrungsquellen  für Bienen nach der Winterzeit. Wer das Pflanzen im Herbst verpasst hat,  kann jetzt noch nachrüsten, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG).
„Frühblüher sind im bienenfreundlichen Garten ein absolutes Muss“,  erklärt Thomas Wagner, Fachberater beim BDG, „Vor allem Honigbienen,  aber auch Hummelköniginnen brauchen nach der kargen Winterzeit einen  ordentlichen Energieschub.“ Die Zwiebeln von Krokussen, Hyazinthen oder Osterglocken werden eigentlich im Herbst gepflanzt. Allerdings werden alle Frühblüher auch jetzt als vorgezogene Topfpflanzen angeboten. Wenn  es nicht mehr friert, dürfen sie direkt im Garten ausgepflanzt werden.  In frostigen Nächten kann es sinnvoll sein, sie mit Vlies oder Pappe zu  schützen. Im nächsten Jahr muss dann übrigens nicht neu gepflanzt werden: Die Zwiebeln treiben von selbst wieder aus. Natürlich eignen sich die Blumen auch für Töpfe und Kübel auf Balkon oder Terrasse. So lassen sich die Bienen auch ohne eigenen Garten unterstützen.
 
Gefüllte Blüten haben keinen Nektar
 
Ganz gleich, für welche farbenfrohen Blumen man sich entscheidet:  Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass die Blüten nicht gefüllt sind.  Denn diese Zuchtformen bilden keine Staubgefäße mit wertvollem Pollen  aus und produzieren kaum Nektar. Sie mögen das Auge erfreuen, Bienen und andere Insekten finden bei ihnen aber keine Nahrung.
Bienen mögen‘s wild
 
Nicht auf jede bunte Blüte fliegen unsere heimischen Bienen. Bei  Krokussen und Tulpen sollten Wildarten bevorzugt werden. Im Handel  werden sie oft als Botanische Krokusse bzw. Botanische Tulpen angeboten.  Ihre Blüten produzieren in der Regel mehr Nektar und kommen daher bei  den Insekten deutlich besser an als die Blüten von Hybridsorten. Beliebt  sind auch andere heimische Frühblüher wie die Kegelblume, das  Blausternchen, die Sternhyazinthe oder die Traubenhyazinthe.
 
Auch Sträucher bieten Frühjahrsnahrung
 
Neben zahlreichen Blumen blühen auch einige Sträucher und Bäume im  frühen Frühjahr. Dazu gehören etwa die Salweide, die Kornelkirsche und  die Mahonie. Auch sie können im Frühjahr als Containerware gekauft und direkt ausgepflanzt werden.
Quelle: Text:Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V.
Wetterhäuschen kann man kaufen oder mit einfachen Mitteln und ein  wenig hand­werk­lich­em Geschick selbst herstellen. Es ist darauf zu  achten, dass das Dach weit genug vorsteht, um das Futter vor Nässe zu  schützen. Im Garten sollte einen wit­te­rungs­ge­schütz­ter Platz für  die Fütterungseinrichtung gesucht werden. Die Nähe von Bäumen und  Sträuchern sollte vermieden werden, um Katzen das Anschleichen zu  erschweren. Die Futterstelle muss regelmäßig von Vogelkot, gesäubert  werden, um die Gefahr von Infektion zu verringern.
 
Übrigens: Auch wer der Winterfütterung als Eingriff in den Naturhaushalt  misstraut, muss nicht auf gefiederten Besuch verzichten. Gestalten Sie  Ihren Garten einfach vo­gel­freund­lich – mit Beerensträuchern und Wildhecken, wo Piepmätze auch im Winter reichlich Nahrung finden.

Vögel  füttern im Winter – aber richtig

Wenn es draußen friert und schneit, wird der Garten zum Treffpunkt  für eine Vielzahl von Vögeln auf Futtersuche. Ob Amsel, Fink und Meise  auf menschliche Hilfe an­ge­wie­sen sind, bleibt ein ewiger Streitpunkt. Grundsätzlich ist gegen die Win­ter­füt­te­rung nichts einzuwenden. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten.
Die Winterfütterung ist eine der schönsten Möglichkeiten, viele der kleinen Sänger, die sich im Sommer nur hören lassen, in Ruhe zu beobachten und näher kennenzulernen. Richtig betrieben, ist dagegen auch  gar nichts einzuwenden. Beschränkt werden sollte die Fütterung aber auf  wirkliche Notzeiten, in denen Dauerfrost und geschlossene Schnee­de­cke  den Vögeln das Leben schwer machen. Gleichzeitig sollte bei der  Füt­te­rung versucht werden, vorrangig die selteneren und bedürftigeren  Arten zu be­rück­sich­ti­gen.
Das kann über die richtige Auswahl des Futters gesteuert werden: Obst –  auch nicht mehr ganz frisches – freut Weichfutterfresser wie Amseln und Drosseln. Eine Mischung aus Sonnenblumenkernen, Hanfsamen, Nüssen, Haferflocken und getrockneten Beeren lockt Finken und Kernbeißer, Dompfaffen und Rotkehlchen an. Meisen mögen frei hängende Meisenknödel,  die sich aus Haferflocken und geschmolzenem Rindertalg selbst herstellen  lassen. Nicht ins Futterhäuschen gehören große Speckschwarten  (verkleben das Gefieder) oder gesalzene Küchenabfälle – die können  tödlich wirken!
Bei der Gartenpflege fallen weitere organische Abfälle an, die  umweltfreundlich entsorgt werden können. Rasenschnitt, Laub und  zerkleinerte Zweige ergeben Mulch. Eine circa drei bis fünf Zentimeter  dicke Mulchschicht verteilt auf die Beete schützt Boden und  Pflanzenwurzeln.

Mulch verhindert auch das Nachwachsen von Wildkräutern  und bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. Das organische Material  bietet außerdem Regenwürmern und Bodenlebewesen reichlich Nahrung, die  es so in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe  umwandeln.
Bei der Gartenpflege an Tiere denken
Den Garten im Herbst blitzblank aufzuräumen gehört schon lange in die Mottenkiste.
 Nicht  nur naturbegeisterte Neu-Kleingärtner wissen, dass Laubreste,   Reisighaufen, verblühte Blumen und Samen- sowie Fruchtstände   verschiedenen Tieren im Winter Unterschlupf und Futter bieten.
 
Stauden,  Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter:  Körnerfresser  wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den  Samenständen von  Blumen. Heimische Sträucher wie Schneeball und  Heckenrosen bieten  ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel. Holzartige  Abfälle, die beim  Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen,  können in einer  Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgeschichtet werden.  Das ist ein  idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Aber auch  Kröten oder  Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung.




Abiotische Schäden an Tomatenfrüchten

Die zeitweilige sehr feucht-kühle Witterung in diesem Sommer hat bei Tomaten vermehrt zu unterschiedlichen Beeinträchtigungen an den Früchten geführt. Die Schäden wurden in der Regel
abern icht durch eine Pflanzenkrankheit oder einen Schädling verursacht, sondern sind auf abiotische Einflüsse zurückzuführen. Am häufigsten traten Schäden durch aufgeplatzte oder von der Blütenendfäule beeinträchtigte Früchte auf. Zum Teil konnte an den Tomatenfrüchten aber auch das Auftreten von Gelb- oder Grünkragen sowie von sogenannten
Goldpünktchen beobachtet werden.


Das ringförmige Aufplatzen der Tomatenfrüchte tritt vor allem auf, wenn die Triebspitze entfernt wirdoder wenn bei sehr wechselhaftem Wetter auf sehr heiße Tage eine regnerische Wetterperiode folgt. DieTomatenpflanzen sind dann aufgrund der zunächst heißen Wetterphase auf eine hohe Wasseraufnahmeeingestellt, die bei einem   nachfolgend drüben ......                                                                      
     
Das schwarze Gold: Kompost für den Garten

Kompost wird auch das schwarze Gold des Gärtners genannt. Naturnahe Gärtner werfen daher die Grünabfälle nicht einfach in den Hausmüll, sondern stellen daraus ihren eigenen Kompost her.
Kompostierung (auch Rotte) bezeichnet den biologischen Prozess des Nähr­stoff­kreis­laufs, bei dem leicht verwertbares organisches Material unter Einfluss von Luft­sau­er­stoff (aerob) von Bakterien und Pilzen (heterotrophen Mikroorganismen) abgebaut wird. Dabei werden neben Kohlendioxid auch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt wie beispielsweise Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Ma­gne­si­um­ver­bin­dung­en, die als Dünger wirken. Ein Teil der bei diesem Abbau entstehenden Zwischenprodukte wird zu Humus umgewandelt.
Heute machen sich Hobbygärtner, die Eigenkompostierung betreiben, den Kom­pos­tie­rungs­pro­zess zunutze, um aus Küchen- und Gartenabfällen, Bioabfall und Grünschnitt Kompost zu erzeugen.
Kompostmaterial eignet sich zur Verbesserung der Bodeneigenschaften im Garten, aber – im industriellen Maßstab – auch für die Herstellung von Bodensubstraten und Erdemischungen. Je nach Nährstoffgehalt ist ausgereifter Kompost ein vollwertiger Dünger und macht in der Regel den Einsatz zusätzlicher Düngemittel überflüssig.
In der Natur wird entsprechend dem natürlichen Stoffkreislauf irgendwann alles Lebende wieder zu Erde. Im Garten ist dieser Kreislauf unterbrochen, da abgestorbenes Pflanzenmaterial in der Regel gerntet oder eingesammelt und entsorgt wird. So ent­zie­hen wir dem Boden eine wichtige Nährstoff- und Humusquelle.
Es gibt jedoch eine Möglichkeit, den durch Pflege, Jäten und Ernte unterbrochenen Stoffkreislauf im Garten zu schließen: Kompost! Er düngt und lockert den Boden durch natürliche Humus-und Pflanzennährstoffe und aktiviert das Bodenleben. Durch einen eigenen Komposthaufen, auf dem die organischen Abfälle aus dem Garten und der Küche entsorgt werden, lässt sich dieses für den Garten so wertvolle Material selbst herstellen.

Was ist eigentlich Kompost?
Kompost ist hochwertiger Humus, der aus verrotteten organischen Bestandteilen entstanden ist und von Bakterien, Pilzen, Regenwürmern, Asseln, Schnecken und anderen Kleinstlebewesen im
Wie entsteht Kompost?
Kompost entsteht aus organischem Material durch die Aktivität heterotropher Mikroorganismen unter Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff.
Was darf kompostiert werden?
Gartenabfälle wie Laub oder Baumschnitt, Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffee- und Teesatz, Eierschalen, verbrauchte Blumenerde, Stroh und Mist, Holzspäne. Wichtig ist, immer wieder Lagen mit Erde oder Gesteinsmehlen zwischen die or­ga­ni­schen Schichten einzubringen. Dadurch wird der Rottevorgang beschleunigt. Nicht auf den Kompost gehören Fleisch- und Essensreste, Knochen oder der Inhalt von Staubsaugerbeuteln.
Wie lege ich einen Komposthaufen an?
Zunächst sollten ein passender Ort im Garten gesucht werden, der nicht zu wind­ge­schützt ist, denn kann der Haufen nicht lüften, entsteht schnell Fäulnis. Außerdem sollte der Komposthaufen nicht permanent in der Sonne stehen. Auf keinen Fall sollte man den Haufen auf Betonplatten oder einem anderen festen Untergrund anlegen, denn die Bodenlebewesen haben sonst keine Möglichkeit in den Haufen zu wandern. Eine herkömmliche Kompostkiste (aus Holz oder Draht) reicht im Prinzip schon aus, allerdings gibt es auch professionelle Komposter mit drei Abteilen, für das organische Material, den aufgesetzten und den reifen Kompost. Genauso gut kann aber auch eine so genannte Miete aufgeschichtet werden; das ist ein Komposthaufen ohne künstliche Begrenzung, der zwar ein wenig mehr Platz braucht, dafür aber leichter zugänglich ist.
Wann ist der Kompost reif?
Ist mit Gesteinsmehlen nachgeholfen worden, kann bereits nach wenigen Monaten frischer Kompost geerntet werden. Wer weniger häufig umschichtet und die Verrottung weitgehend den Kleinstlebewesen überlässt, muss etwa ein Jahr warten.
Wie bringt man den Kompost aus?
Kompost wird einmal im Jahr als dünne Schicht auf den Boden aufgebracht. Eine zu­sätz­li­che aufgebrachte Mulchschicht schafft beste Bedingungen für die Kleinstlebewesen im Kompost, die nun auch den Boden verbessern. Da Kompost aufgrund seines hohen Nährstoffdichte ein potenter organischer Dünger ist, gilt: Weniger ist mehr. Ein Liter Kompost je Quadratmeter Gartenfläche reicht vollkommen aus.

Blattbräune der Quitte

Pflanzenschutz-Spezial Haus- und Kleingarten
Der Direktor der Landwirtschaftskammer NRW als Landesbeauftragter
Nr. 12 vom 11.08.2017
Bei einem Befall mit der Blattbräune der Quitte (Diplocarpon soraueri) treten
an den Blättern der Quitte rötlich-braune, später schwarze, rundliche Flecken mit winzigen Pusteln auf.
Die erkrankten Blätter fallen nachfolgend zum Teil vorzeitig ab.
An den Früchten entstehen anschließend ebenfalls schwarze,
gelegentlich krustige Flecken,die manchmal zudem rissig werden und das Auftreten
einer zusätzlichen Fruchtfäule (Monilinia spp.) begünstigen.

gez. Andreas Vietmeier


Äpfel richtig lagern
Der Oktober ist die Haupterntezeit der Äpfel. Die oft üppige Ernte muss jedoch nicht durchweg zu Most oder Mus verarbeitet werden. Viele Apfelsorten eigen sich her­vor­ra­gend zur Lagerung. Damit die Äpfel auch im Frühjahr noch knackig sind, gilt es, optimale Lagerbedingungen im Haushalt zu schaffen. Denn Äpfel reifen nach und altern.

Äpfel verändern sich nach der Ernte, sie reifen nach und altern.Während der Nach­rei­fe werden Stärkereste zu Zucker abgebaut und Glucose in die süßere Fructose um­ge­wan­delt. Dadurch verbessern die Äpfel ihr Aroma und schmecken süßer. Doch mit zunehmender Lagerdauer sinkt der Vitamingehalt, die Frucht verliert an Feuch­tig­keit, wird zunehmend runzelig und mehlig. Das Fruchtfleisch färbt sich braun und der Apfel verdirbt letztendlich. Dieser biologische Prozess lässt sich gezielt durch folgende Lagerbedingungen verlangsamen:



Obstbäume ohne Netze schützen

Viele Hobbygärtner, die ihre Obstbäume oder -sträucher vor Vögeln schützen wollen, benutzen Netze zum Fernhalten der unerwünschten Essensgäste. Darauf sollte verzichtet werden, da Netze zu tödlichen Fallen für Vögel, und wenn sie bis zum Boden reichen, sogar für Igel werden können.
Statt Netze sollten Vogelscheuchen, Klappergeräte sowie bunte oder glitzernde Flat­ter­bän­der eingesetzt werden, die auch gut selbst hergestellt werden können.Wer nicht auf Netze verzichten will, sollte nur solche Produkte wählen, deren Ma­schen­wei­te 30 Millimeter nicht überschreitet. Um die Sichtbarkeit der Netze für die Vögel zu erhöhen, sollten siebunt, am besten rot, blau oder orange sein und eine Fadendicke von mindestens einem Millimeter aufweisen. Die Baumkrone oder der Strauch sollten lückenlos und straff eingenetzt werden, damit die Vögel nicht hineinfliegen können. Einmal-Netze bekommen schneller Löcher und sollten zugunsten von robusten Qualitätsprodukten vermieden werden. Dies spart auch Rohstoffe.




Aus dem Nest gefallen - was tun mit Jungvögeln?

Jedes  Jahr im Frühjahr und Sommer kann man im Garten Jungvögel beobachten,  die sich allein im Geäst oder auf dem Boden aufhalten und nach Futter  betteln. Oft werden solche Jungvögel von wohlmeinenden Menschen  aufgenommen in der Annahme, sie seien von den Eltern verlassen worden  oder aus dem Nest gefallen.
Doch  Vorsicht: In den meisten Fällen handelt es sich um fast flügge  Jungvögel, die nach dem Verlassen des Nests von den Eltern weiter  gefüttert werden. Diese wagen sich oft nur deshalb nicht an ihren  Nachwuchs heran, weil sich Menschen in der Nähe aufhalten. Darum gilt,  nicht vorschnell zu handeln, sondern sich zurückzuziehen erst einmal  genau zu beobachten.
Der  Jungvogel sollte zunächst aus genügend großem Abstand etwa eine Stunde  lang genau beobachtet werden: Kommt nicht doch ein Altvogel vorbei und  füttert das Jungtier? Vor Fressfeinden am Boden – vor allem Rabenvögel  und Katzen – kann man den Jungvogel schützen indem man ihn in die Äste  eines Strauchs oder Baumes in unmittelbarer Nähe setzt. Entgegen der  allgemeinen Vorstellung hat der menschliche Geruch keinen Einfluss auf  die Eltern-Jungvogel-Bindung. Gebäudebrüter wie Mau­er­seg­ler, Rauch-  oder Mehlschwalben müssen nicht erst beobachtet werden, da sie von den  Eltern generell nicht mehr gefüttert werden, wenn sie aus dem Nest  gefallen sind.
Nur  im absoluten Notfall, wenn tatsächlich keine Versorgung durch die  Altvögel stattfindet, kann man den Jungvogel vorsichtig aufnehmen.  Bedenken Sie, dass der Gesetzgeber die grundlose Entnahme von Wildtieren  verbietet. Das hilfsbedürftige Tier wird in ein entsprechend großes,  geeignetes Behältnis verbracht. Das kann ein Pappkarton mit Luftlöchern  oder ein Vogelkäfig sein. Der Boden des Behälters wird mit saugfähigem  Material wie Küchenvlies bedeckt. Bevor man versucht, den jungen Vogel  selbst aufzuziehen, sollte man sich an fachkundige Stellen wenden, die  ihn eventuell aufnehmen bzw. weitervermitteln können. Das sind örtliche  Tierschutzvereine, Kreis- oder Ortsgruppen von NABU, BUND, Tierheime  oder Tierärzte.Jungvogelaufzucht erfordert hohen Zeitaufwand, vor allem  durch häufiges Füttern (alle 30 bis 45 Minuten) und regelmäßiges Säubern  des Käfigs oder Kartons. Außerdem kann – wer keine Erfahrung in der  Aufzucht von Jungvögeln hat – vieles falsch machen und den Tieren  dadurch mehr schaden als helfen.Es bieten sich auch im Garten viel mehr  Gelegenheiten, den heimischen Wildvögeln zu helfen: Unzählige Vögel  sterben jedes Jahr, weil sie gegen Fensterscheiben oder verglaste  Wintergärten fliegen. Abhilfe schaffen Vorhänge hinter den Fenstern oder  selbstklebende Greifvogelsilhouetten. Im Garten können offen stehende  Regenfässer zur Falle für Vögel werden. Eine Schutzabdeckung verhindert,  dass die Tiere bei der Wasseraufnahme oder beim Baden in den Fässern  ertrinken. Als Vogelbäder und -tränken eignen sich hingegen  wassergefüllte flache Schalen wie Blumentopfuntersetzer aus Keramik. Ein  Badestein in der Mitte erleichtert die Gefiederpflege.


Leckerer Bodendecker – die Preiselbeere

Sie sind perfekte Bodendecker zwischen Kulturheidelbeeren oder Rhododendron­büschen: Preiselbeeren (botanisch: Vaccinium vitis-idae) sind äußerst robust, frosthart und anspruchslos. Einzige Bedingung: Sie müssen auf saurem, humusreichem Boden stehen. Dann gedeihen und reifen sie aber sogar im lichten Schatten.
Die kleinen Preiselbeersträucher können jetzt in einem Abstand von 40 Zentimetern gepflanzt werden. Nach dem Pflanzen sollte unbedingt die Gießkanne bereit stehen, denn die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Blüten und Beeren unterscheiden sich je nach Sorte leicht. Die Sorte ‚Koralle‘ etwa schmückt sich mit rosafarbenen Blüten und korallenroten Beeren. Wer es kräftiger mag, wählt zum Beispiel die ‚Erzgebirgsperle‘ – sie beeindruckt mit dunkelroten Beeren in dichten Trauben und ist besonders frosthart.
Haupterntezeit für die Preiselbeeren ist der Oktober. Einen ersten Vorgeschmack liefern die Sträucher aber bereits im Juli.
Heilkräuter wurden seit Menschengedenken

zu therapeutischen und würzenden Zwecken der Natur entnommen.
Dadurch wurden einerseits natürlich vorkommende Pfl anzenbestände
teilweise stark reduziert, andererseits kam es immer wieder zu gefährlichen
Verwechslungen mit giftigen Pfl anzen.
Die Erfahrungen im Umgang mit ihnen wurden von Generation zu Generation
weitergegeben. Aufgrund umwälzender Entdeckungen in der pharmazeutischen
Industrie des 20. Jahrhunderts nahm der Bedarf an Arzneipfl anzen stetig ab.

                       
Es ist daher ratsam, Kübelpflanzen bereits  vor dem Einräumen gründlich auf einen eventuellen Befall zu  kontrollieren und vorhandene Schädlinge zu bekämpfen. Treten jetzt noch  Schädlinge auf, sollte die Bekämpfung möglichst auf mechanischem Wege  erfolgen (z. B. durch das Abstreifen mit den Fingern, durch ein Abspülen  mit einem scharfen Wasserstrahl oder durch einen Rückschnitt der  befallenen Triebe). Nur im Ausnahmefall kommt gegebenenfalls auch die  Anwendung eines Pflanzenschutzmittels in Betracht.
Bei  den derzeitigen niedrigen Temperaturen lassen sich hierzu am besten  Mittel mit einer Kontaktwirkung einsetzen, wie beispielsweise Naturen  Bio Schädlingsfrei Zierpflanzen (Rapsöl),
Compo Schädlings-frei plus (Pyrethrine + Rapsöl) oder Neudosan AF Neu Blattlausfrei (Kaliseife).
Sollten  die Klimabedingungen im Winterquartier hingegen günstiger sein, können  zur Bekämpfung auch Nützlinge zum Einsatz kommen, etwa Florfliegenlarven  (Chrysoperla carnea) gegen Blattläuse oder Raubmilben (Amblyseius  californicus) gegen Spinnmilben.


Schädlinge an Kübelpflanzen


Die Überwinterung stellt für Kübelpflanzen eine schwierige Zeit dar. Die Klimabedingungen im Winterquartier sind selten optimal. Vor allem das fehlende Licht macht den Pflanzen häufig zu schaffen. Stehen die Pflanzen außerdem noch in zu warmen Räumen, wachsen sie auch im Winter weiter und bilden bei wenig Licht vermehrt dünne, weiche Triebe. Solche Triebe sind sehr schädlingsanfällig und werden vor allem gerne von Blattläusen befallen.
An den Überwinterungspflanzen können aber z. B. auch Schildläuse, Woll- oder Schmierläuse, Spinnmilben und Weiße Fliegen auftreten. Die Schädlinge gelangen meist schon beim Einräumen aus dem Freien mit ins Winterquartier und vermehren sich dann dort weiter.
Die Welt im Kleinen – Insekten im Garten

Unsere Reise durch die Welt der Insekten beginnt mit einer
Reise durch die Zeit, wir gehen zurück bis ins Kambrium
vor 541–485,4 Millionen Jahren. Das Leben spielte
sich noch vollständig im Wasser ab und dieser stachelige
Urahn aller Insekten, Spinnen und Krebse lebte i
den Meeren. Die Linie der Trilobiten, die auch ihren Ursprung
in dieser Zeit hatten, fand ihr endgültiges Ende
im Massensterben des Perms, ohne der Nachwelt etwas
außer Fossilien zu hinterlassen.
Mit Kompost düngen – nachhaltig gärtnern
(Quelle BDG)
Kompostieren macht aus Küchen- und  Gartenabfällen wertvollen Dünger, versorgt Obst, Gemüse und Zierpflanzen  im Garten  mit allen notwendigen Nährstoffen und hilft darüber hinaus,  das Klima zu schonen.
Der  Frühling ist da, die Gartensaison ist eröffnet. Stauden und Sommerblumen  sollen reichlich blühen und Obst und Gemüse in Fülle wachsen. Dazu  brauchen die Pflanzen neben dem richtigen Standort auch ausreichend  Nährstoffe und der Griff zur Mineraldünger­packung ist schnell getan.  Doch muss das sein?

Dünger aus Küche und Garten
Wer  nachhaltig denkt, verwendet Dünger aus dem eigenen Garten. Hochwertige  Komposterde aus der Eigenkompostierung von Küchen- und Gartenabfällen  stellt die umweltfreundlichste Quelle für Dünger dar. Sie versorgt nicht  nur die Pflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen, sondern den Boden  auch mit wertvoller organischer Substanz. Kompostierung schließt den  natürlichen Stoffkreislauf ohne Emissionen durch Transport oder durch  den Herstellungsprozess von Mineraldüngern.

Das Plus der organischen Düngung
Der  Einsatz von Komposterde fördert nicht nur die Nährstoffzufuhr, sondern  auch das Bodenleben und den Humusaufbau – genau wie Mulch oder die  Hinterlassenschaften von Tieren, also Mist.  Die darin enthaltenen  Bodenorganismen schaffen durch ihre Tätigkeit im Boden eine stabile,  fruchtbare Krümelstruktur, der Kompost und andere organische Substanz  wird langsam von ihnen abgebaut. Die Nährstoffe werden nach und nach  freigesetzt und stehen den Pflanzen je nach Bedarf zur Verfügung. Auch  im Fachhandel werden zahlreiche organische Dünger für den Garten  angeboten, zum Beispiel Kompostpräparate, Kräuterextrakte, Regenwurmkot  oder Düngemittel aus pflanzlichen Bestandteilen und Hornspänen. Wegen  kurzer Transportwege sollte Dünger aus heimischer Produktion bevorzugt  werden.

Weniger ist mehr
Kompost  aus dem Garten sollte sparsam verwendet werden. Es ist ratsam, nur bei  Bedarf und in Maßen zu düngen. Als Faustformel gilt, dass 3 bis fünf  Liter Kompost (nehmen Sie einen Küchenmessbecher zu Hilfe)  pro  Quadratmeter und Jahr für Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf  ausreichend sind. Starkzehrer, wie alle Kohlarten, Tomate oder Kürbis  vertragen etwas mehr.

Klimabelastung durch mineralische Kunstdünger
Für  die Herstellung synthetischer Kunstdünger werden bis zu zwei Liter  Erdöl je Liter Dünger verbraucht. Doch nicht nur der große  Energieverbrauch ist ungünstig, die Nährstoffe aus synthetischen  Düngemitteln stehen den Pflanzen sehr rasch und in zu großer Menge zur  Verfügung. Dies führt meist zu einer Überversorgung der Pflanzen, vor  allem mit Stickstoff und Phosphor, was zu geilem Wachstum führt die  Pflanzen schwächt und anfällig für Schädlinge macht. Überschüssiger  Stickstoff wird zudem leicht ausgewaschen, wodurch das Grundwasser  belastet wird, Phosphat im Boden festgesetzt, so dass er nicht mehr für  die Pflanzen verfügbar ist.





Aufgepasst bei Anzuchterden!

Nicht wenige Kleingärtner wenden viel Mühe  für die Anzucht von Jungpflanzen auf. Jedes Jahr bieten die Kataloge  diverser Anbieter eine unendliche Fülle neuer Sorten bei Gemüse,  Zierpflanzen und auch Obst. Dann muss die Entscheidung her: Welche  Eigenschaften muss die gewünschte Sorte haben? Ist sie für meinen  Standort geeignet? Entscheide ich mich für Hybrid-Saatgut? Meist wird  dann ein stolzer Preis bezahlt. Ein Gurken- oder Tomaten-Samenkorn  kostet nicht selten einen Euro und mehr. Ärgerlich ist es dann, wenn der  Samen nicht keimt oder die Keimlinge krank werden und absterben. Sehr  oft ist die Anzuchterde Ursache für den Misserfolg, weil hier aus  Unkenntnis gespart wird.
Aussaaterde  muss unbedingt keimfrei sein und feinkrümelig sein. Das bedeutet, ihre  Korngröße – also ihre größten Partikel – sollte (dürfen) 5 Millimeter  nicht überschreiten.  Außerdem muss Aussaaterde  bis zu 70  Volumenprozent Wasser aufnehmen können, bei Wassersättigung aber immer  noch zehn Volumenprozent Luft enthalten. Eine solche Erde kann nur ein  professioneller Substrathersteller herstellen, dem Freizeitgärtner  gelingt dies in der Regel nicht.
Erde  mit hohem Wasserhaltevermögen, aber einem zu geringem Porenvolumen ist  nicht für die Aussaat geeignet: Das das geringe Luftvolumen führt zu  Staunässe – und die holt Schadpilze auf den Plan. Häufig werden Wurzeln,  Wurzelhals und Stängel der Sämlinge von Pythium, Fusarium und anderen  Schadpilzen befallen. Das Schadbild ist typisch: die Sämlinge werden  braun, fallen um und sterben ab. Daher wird der Befall mit einem dieser  Erreger als Auflauf- oder Umfallkrankheit bezeichnet.
Anzuchtsubstrate  sollten grundsätzlich nährstoffarm sein. Hohe Salzgehalte in der Erde  hemmen die Keimung und können die Keimwurzeln schädigen. Erst wenn das  erste Laubblatt erscheint, müssen langsam Nährstoffe zugeführt werden.  Dazu eignet sich gewöhnlicher Flüssig-Blumendünger aus dem Fachmarkt  oder Drogeriehandel, der in schwacher Konzentration (halbe Aufwandmenge)  alle 14 Tage verabreicht wird.

   






Zurück zum Seiteninhalt