Wissenswertes - Kleingartenanlage Werftblick

Mitglied im Verband der Gartenfreunde Hansestadt Rostock
Aktueller Kalender
Online Atomuhr
Direkt zum Seiteninhalt

Wissenswertes




Aus erster Hand

Die Gartenlaube
Die Grundlage zur Errichtung von Gartenlauben ist im Bun-
deskleingartengesetz § 3 (2) geregelt: „Im Kleingarten ist
eine Laube in einfacher Ausführung mit höchstens 24 qm
Grundfläche einschließlich überdachtem Freisitz zu-
lässig. Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesonde-
re nach ihrer Ausstattung und Einrichtung nicht zum
dauernden Wohnen geeignet sein.“ Dieser § gilt für alle
Lauben, mit Ausnahme von Wohnlauben, die vor Inkraft-
treten des Bundeskleingartengesetzes am 1.4.1983 recht-
mäßig zum Wohnen genutzt wurden.


Der Kleingarten als Jungbrunnen
Die Wechselbeziehung Mensch – Natur – Gesundheit –
Bildung wird im Kleingarten täglich auf vielfältige Weise
sichtbar und realisiert. Ein Kleingarten trägt zum kör-
perlichen, seelischen und sozialem Wohlbefinden der
Menschen bei. So wird zugleich auch ein Beitrag der
Kleingartenvereine zur gesunden Lebensweise der Be-
völkerung geleistet.

Kleingärtnerische Nutzung
Warum kleingärtnerische Nutzung? Die so genannte Drit-
telnutzung ist Bestandteil vieler Kleingartenpachtverträge,
d. h. auf einem Drittel der Parzellenfläche sind laut Pacht-
vertrag Obst und Gemüse anzubauen, ein Drittel dient
Wegen, Laube und Terrasse, ein Drittel der Erholung. Man-
che Kleingärtner meinen, diese Regelung sei heute nicht
mehr zeitgemäß - sie entstamme der Notsituation vergan-


Koniferen, nein danke!
Der Anbau von Koniferen ist immer eine ästhetische Ent-
scheidung. Sie werden wegen ihres Zierwertes kultiviert
und passen gemeinsam mit anderen Moorbeetpflanzen in
das gestalterische Konzept eines Heidegartens. Das Bild
eines Kleingartens ist geprägt durch die gärtnerische Nut-
zung, also durch die Abfolge der Vegetationsphasen (Aus-
trieb, Wuchs, Blüte, Fruchten). Koniferen aber sehen bis

Bauen im Kleingarten
» Bauen macht Spaß. Es locken Gewächshaus, Geräteki-
ste, Kinderspielhaus, aufblasbarer Swimmingpool oder
Umbauten an der Laube. Fordert der Vereinsvorsitzende
den Rückbau solcher Maßnahmen, gibt es großes Zähne-
knirschen, da Geld und Arbeit bereits investiert wurden.
Warum achtet Ihr Vorstand so streng auf die Baulichkeiten?
Dies ist kein Gängelei, sondern das Einhalten rechtlicher


Gibt es zu viele Regeln im Kleingarten?
Für das Zusammenleben der Menschen galten schon immer gewisse
Regeln. Dies zeigen bereits die zehn Gebote. Heute ist das gesetzliche
Regelwerk sehr viel umfangreicher. Schnell wird da der Ruf nach Entrümpe-
lung und Abschaffung der Vorschriften laut. Dies gerade im Kleingartenver-
ein, wo man seine Freizeit verbringen, sich frei fühlen will. Die Freiheit des
einen endet aber dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Regeln sind


Mach dich schlau vor dem Radau!
Lärm ist immer das, was von den anderen kommt, und das nervt
zumeist. Man selbst hingegen verursacht höchstens mal Geräusche, die
eben unausweichlich sind. Die subjektive, psychologische Komponente ist
es, die das Problem so schwer fassbar macht – im Verhältnis zu den Garten-
nachbarn ebenso wie gegenüber Behörden und Gerichten.


Der ideale Kleingärtner
Vom idealen Vereinsvorstand hat jeder Kleingärtner seine eigenen
Vorstellungen: Er soll freundlich und kompetent, von Beruf gleichzeitig
Buchhalter, Jurist, Handwerksmeister, Computerspezialist, Psychologe und
ausgebildeter Mediator sein. Er soll für gute Stimmung und Ordnung sor-
gen – aber den Einzelnen in Ruhe lassen.


Gemeinschaft Kleingärtnerverein
Warum funktioniert es in einer Familie gut? Die Kinder bringen Freunde mit,
Vater und Sohn disputieren über Musik und Politik. In anderen Familien wird
nicht einmal zusammen gegessen, jeder schaut in seinem Zimmer fern, man
weiß kaum, was der andere tut. Der Mensch braucht ein Gegenüber. Er erfährt
Nähe, Gemeinschaft und Geborgenheit, wenn er einem anderen in die Augen
schaut, ihn ansieht und angesehen wird. Heute glauben wir, dazu keine Zeit
zu haben, fürchten unsere eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren.


Vorstandsarbeit – Last oder Lust?
Zu dieser Frage gibt es bei den Mitgliedern oft sehr gegensätzliche Posi-
tionen. Die einen sehen den Vereinsvorstand als „Besserwisser“, der die
Mitglieder gängelt. Für die anderen ist er Herz und Motor des Vereins.
Wozu braucht ein Kleingärtnerverein einen Vorstand?
Managerqualitäten, Geschick und Menschenkenntnis verlangt die Füh-
rung eines Kleingärtnervereins heute. Die Aufgaben sind vielfältig und wer-


Kleingärtner gesucht!
So müsste eigentlich die Suchanzeige für einen Nachpächter heißen.
Statt dessen liest man in Tageszeitungen häufig: „Laube zu verkaufen“ oder
„Garten zu verkaufen“.
dies nur über die Kleingärtnerorganisation
nicht auf der Gartenparzelle verbleiben kann und mit dem Ankauf nicht die
Gartennutzung verbunden ist.
Der Garten ist jedoch nicht zu verkaufen, sondern zu verpachten, und
Die Laube elbst kann zwar verkauft werden, ist wirtschaftlich jedoch wertlos, wenn sie

Warum Wertermittlung bei Pächter-
wechsel?
Will ein Kleingärtner seinen Kleingarten abgeben, kündigt er den Pacht-
vertrag. Nach den allgemeinen gesetzlichen Regeln des Bürgerlichen
Gesetzbuches wäre er verpflichtet, die Fläche „schwarz”, das heißt beräumt
von Pflanzen, Laube, Wegen und sonstigen Befestigungen zurückzugeben.
Wirtschaftlich ist dies aber wenig sinnvoll, denn eine Entfernung der Bau-
lichkeiten kommt deren wirtschaftlichen Vernichtung gleich.



Zurück zum Seiteninhalt